Author: esther

Über meinen Rücktritt und der vielen anderen Fahrer*innen

Über meinen Rücktritt und der vielen anderen Fahrer*innen

Bericht auf Ride von Balz Weber:

„Esther Süss

In den letzten Jahren war Esther Süss zwar nicht mehr auf den Cross-Country-Rennstrecken zu sehen, mischte aber im Marathon immer noch munter vorne mit. Munter mischte sie davor auch im internationalen Cross-Country-Zirkus vorne mit. Die heute 45-Jährige kam im Jahr 2004 aus der Hobby-Kategorie und steigerte sich zusehends. Sie gewann das Cape Epic in Südafrika, wurde Schweizermeisterin in Cross Country sowie Marathon und gewann auf der Langdistanz auch den Europa- und Weltmeistertitel. Süss’ Palmares ist bedeutend grösser als es dieser Rahmen zulässt, doch gilt es zwei weitere Resultate hervorzuheben: Im Jahr 2012 wurde sie an den Olympischen Spielen in London Fünfte und gewann ein Jahr später Bronze an den Cross-Country-Weltmeisterschaften in Südafrika. Ihr Rücktritt kommt hingegen eher schleichend, fuhr sie zuletzt nur noch ausgewählte Marathon-Rennen, diese aber meist auf Spitzenniveau. Dieses muss Süss nun nicht mehr erreichen, auf die faule Haut liegen, wird sie trotzdem nicht, wie sie verrät: «Neben dem Schulunterricht geben, versuche ich mich Fit zu halten und hoffe, dass ich viele shöne Bike-Touren fahren kann.»“

Ganzer Bericht über die weiteren Rücktritte aus der Bikeszene:

https://www.ride.ch/de/news/die-ruecktrittsflut-14-weltklasse-mountainbiker-sagen-tschuess

do good feel good

do good feel good

am Wochenende machten wir uns auf zum „IMAGINE RACE“ mit welchem wir die Fondation „I LOVE BOOBIES“ unterstützen wollten.

Mit 17 Personen haben wir daran teilgenommen und es hat richtig Spass gemacht.

Am Samstag sind wir auf die Wasserflue gewandert und geklettert. Oben haben wir uns mit etwas feines vom Grill belohnt und konnten dabei die tolle Aussicht geniessen!

Auf dem Rückweg (es wurde bereits dunkel) fanden wir dank Taschenlampen doch noch die Ruine Königstein. 😉

Am Sonntag waren wir auf dem Bike unterwegs und erlebten da doch so einiges 😉 von einem Verlust eines Schaltauges und anfertigen eines Singlespeeds bis zu kaputten Speichen 🙈 aber alle sind wir wieder bei BikeErich in Küttigen angekommen, wo wir den Tag mit Kaffee, Tee und Bier ausklingen liessen.

Es hat wirklich Spass gemacht und ich danke allen, die mit dabei waren und  somit „I love boobies“ unterstützt haben!! Es ist ein Herzensprojekt und darum unterstütze ich es auch gerne.

Wenn du mehr darüber erfahren möchtest ➡️ I love boobies

Übrigens bei BikErich gibt es Socken zu kaufen und mit jedem Paar Socken kannst auch du einen Beitrag dazu beisteuern!! 😊👍

#dogoodfeelgood

Hier noch einen Zusammenschnitt von unserer Challenge: ⬇️

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Danke Reto für das Filmli! 👍🙏

Abschied von Spitzensport

Abschied von Spitzensport

Die Entscheidung, welches Rennen ich heute fahren würde ist mir nicht ganz einfach gefallen, denn am heutigen Sonntag standen sowohl die SM in Einsiedeln als auch der MESA TRAIL HYPE zur Auswahl.

Sollte ich nun zum letzten Mal in meiner Karriere als Spitzensportlerin um den Schweizermeistertitel kämpfen oder die tollen Trails in Titisee-Neustadt rocken?

Da ich mir eher wenig Chancen auf den Schweizermeistertitel ausrechnete, zumal ich einige wirklich strenge Wochen mit Schule, Sitzungen und Weiterbildung hinter mir hatte und nicht viel zum Trainieren kam, entschied ich mich schliesslich gegen die SM in Einsiedeln, sollen die „Jungen“  den Titel unter sich ausmachen.😉 Wenn ich jetzt auf die Rangliste schaue, bin ich eigentlich etwas enttäuscht, dass nur so wenige Fahrerinnen am Start waren! Schade, dass der SM Titel nicht mehr Wert hat, 😢 denn an die Marathon WM wollen sie dann doch gehen. 🤔

An dieser Stelle möchte ich Ariane Lüthi zum  SM – Titel  🥇gratulieren und Janina Wüst für die Silbermedaille 🥈 sowie Jaqueline Schneebli zu Bronze 🥉.

Aber jetzt zu meinem Tag, als wir heute Morgen nach Titisee – Neustadt fuhren, fragte ich mich natürlich schon das eine oder andere Mal, ob meine Entscheidung richtig war….

Als es dann am Startort auch noch wie aus Kübeln goss sowie blitze und donnerte, war ich nicht gerade sehr motiviert, war gleichzeitig aber auch froh, bei dieser Wetterlage nicht in Einsiedeln zu sein, wo ich viel länger und in höheren Lagen unterwegs sein würde. (Da habe ich die Fotos mit dem schönem Wetter in Einsiedeln noch nicht gesehen 😉)

Wir suchten noch etwas Schutz im Auto und ich überlegte mir ernsthaft, ob ich wirklich starten sollte. Doch Erich meinte, er sei nicht für nichts um 6 Uhr aufgestanden.

Etwas später wurde uns mitgeteilt, dass der Start um eine Stunde verschoben sei und nur auf der kurzen Runde gefahren würde.

Also 1.5h warten war angesagt. Zum Glück hatte ich noch meine Häkelarbeit dabei, so konnte ich mir die Zeit gut vertreiben.

Schliesslich hörte es tatsächlich auf zu Regnen und wir konnten bei trockenem Wetter starten.

Es gab jetzt nur einen Start und ich hatte keine Ahnung welche Frauen am Start standen, doch das war mir ehrlich gesagt auch nicht so wichtig. Ich freute mich einfach auf das Rennen mit den vielen tollen Trails (60% Trailanteil!).

Ich startete in den hinteren Reihen der LizenzfahrerInnen und musste somit am Start schon einige Metern die steile Schanzenrampe hochfahren! Schon nach wenigen Metern waren wir ziemlich dreckig, denn obwohl es nicht mehr regnete war der Boden natürlich total nass!

Der Anfang war ziemlich schnell und ich versuchte mich nicht so stressen zu lassen, denn ich spührte natürlich, dass ich seit vier Wochen kein Rennen mehr gefahren war, und da die Intervalls in Training völlig fehlten 😜 (denn wenn ich nach einen vollen Arbeitstag noch raus aufs Bike ging, war mir nicht nach Intervall sondern ich wollte mich einfach bewegen und die Natur geniessen 😍), musste sich der Körper auf den ersten Kilometern zuerst mal wieder an die hohe Intensität gewöhnen. 😵‍💫

Doch ich hielt mich ganz gut, auch wenn ich nicht genau wusste wo ich stand, konnte ich doch die eine oder andere Frau auf und überholen. 👍

Als ich schliesslich die ersten Trails runter rockte, wusste ich mit Sicherheit, dass ich für mich die richtige Entscheidung getroffen hatte, auch wenn dies vielleicht nicht alle verstehen. 😊😊😊

Nachdem es am Start zuerst noch ziemlich viel Schotter hatte, befanden wir uns schon bald meisten auf Trails, sowohl hoch als auch runter. Die Trails waren heute nicht ganz einfach  zu fahren, doch nachdem der erste Trails richtig gut klappte, hatte ich einfach nur noch Spass und hatte trotz aller Anstrengung immer ein Strahlen im Gesicht. 😍 Das Wetter spielte auch mit und die Sonne zeigte sich sogar zwischen durch einmal. Eigentlich schade, dass wir nur eine Runde fahren konnten (die Lange Strecke wäre über zwei Runden gegangen), doch ich konnte die Entscheidung der Organisatoren natürlich verstehen.

Nachdem ich den höchsten Punkt erreicht hatte und dort von Erich verpflegt worden war, ging es natürlich wieder auf Trails runter und es machte einfach nur Spass! Der Spass endete ziemlich abrupt, nein ich bin nicht gestürzt, 😉 doch leider fing ich mir einen Platten ein. 🥴 Also musste ich stoppen, und nachpumpen 🥴 – Doch irgendwie klappte es nicht so gut, wie ich mir das gewünscht hätte (ich habe wohl einfach zu wenig Übung! Trotz 17 Saison als Elitefahrerin 😉) jedenfalls musste ich nach knapp einem Kilometer ein weiteres Mal stoppen.🙈 Zum Glück bekam ich von einem Fahrer eine Patrone und musste so nicht mit der Handpumpe nachpumpen. Dieses Mal klappte es besser und mein Hinterrad war prall gefühlt mit Luft (vielleicht etwas zu hart 🤷‍♀️) und ich machte mich wieder auf den Weg. Jetzt bekam ich den Nachteil der vielen Trails zu spüren, 😜 denn ich wäre fähig gewesen schneller hoch zu fahren, doch ein Überholen war natürlich nicht möglich, da wir Hinterrad an Hinterrad fuhren.

Naja nichts zu machen,🤷‍♀️  doch ich nahm es eher gelassen, den wie gesagt heute stand für mich vor allem der Spass in Vordergrund. Als es dann schliesslich wieder möglich war zu überholen, drehte ich auf 🚲💨 um mich in eine bessere Position zu bringen für die folgenden Trail. Ich merkte, dass ich richtig pushen konnte und freute mich darüber,😊 und dachte ein weiteres Mal, schade, dass es nur eine Runde war.

Ich hoffte aber auch, dass mein Hinterrad mindestens bis zur nächsten Feedzone halten würde, dort konnte ich dann von Erich ein neues Hinterrad bekommen. Doch sollte ich wirklich stoppen oder würde es auch bis ins Ziel halten! 🤔

Diese Entscheidung wurde mir dann aber abgenommen, denn Erich stand nicht in der Feedzone, ich war trotz Platten zu schnell 😉

Schliesslich ging alles gut und ich konnte mein letztes Rennen als Lizenzfahrerin zwar nicht auf dem Podest beenden, sondern klassierte mich knapp dahinter auf Rang 4! Mit meiner Leistung und meiner Entscheidung war ich aber trotzdem voll und ganz zu frieden. 😊👍

Aber das muss ich noch los werden, die 2. Platzierte war sage und schreibe 29 Jahre jünger als ich!! 🙈

Vielen Dank an die Organisatioren des Rennens, dass ihr so eine tolle Strecke auf die Beine stellt und dass wir trotz Gewitter und Regen doch noch fahren konnten.

VIELEN DANK!! 🙏🙏🙏

 

 

Kronplatzking 2021

Kronplatzking 2021

Nachdem der Marathon am Kronplatzking letztes Jahr kurzfristig abgesagt worden war, nicht etwa wegen Corona sondern wegen Unwetter, konnte ich dieses Jahr dank der Flexibilität meiner Lehrerkolleginnen an den Start gehen.

Ich freute mich riesig auf das Rennen obwohl ich natürlich wusste, dass es sehr schwierig werden würde meine Krone ein weiteres Jahr zu verteidigen, denn die Konkurrez war ziemlich stark.

Doch da mir dieses Rennen mit den vielen Höhenmetern und den vielen tollen Trails gefällt, war es einfach schon sehr toll, dass ich mit dabei sein konnte. Natürlich wollte ich mein Bestes geben.

Bei ziemlich kühlen 5° starteten wir um 8 Uhr in St. Vigil. Wie immer wenn mit den Männer zusammengestartet wird, ging es ziemlich schnell los, das Tal Richtung Perderü. Aber bereits nach wenigen Kilometer bogen wir rechts ab und es ging gleich richtig zur Sache im ersten Anstieg hinauf nach Rit, ein Anstieg von ca. 700hm auf nur gerade ca. 7km. Dann eine schnelle Abfahrt auf Schotter, die nicht ganz ungefährlich war, bis wir vor der nächsten «Wand» standen. Dies war dann schon mal ein erster Härtetest.

Wie immer war ich nicht die Schnellste am Start, doch das wird sich auch nicht mehr ändern 😉 Doch im Anstieg kam ich gut voran und ich konnte FahrerIn um FahrerIn überholen. Da ich nicht einen wirklichen Überblick über meine Position im Frauenfeld hatte, fuhr ich einfach mein Tempo und freute mich über jeden gewonnen Rang. 

In der Abfahrt zum Piz de Plaies duellierte ich mich mit Burato (ITA) und setzte mir zum Ziel vor ihr in den Trail, wieder hinunter nach St. Vigil, zu fahren. Was mir auch gelang, doch leider holte ich einen Mann auf und dieser liess mich nicht passieren, schade.

Endlich war ich unten, wo Erich bereits auf mit wartete und mir einen neuen Bidon gab.

Jetzt ging es meist leicht steigend ca. 10km Richtung Perderü, dies ist wirklich eine wunderschöne Landschaft und immer wieder führte uns der Weg über Singletrails. Dieses Terrain ist nicht gerade meine Stärke, und da ich alleine unterwegs war, war es für mich auch schwierig abschätzen zu können, wie schnell ich wirklich unterwegs war. Zudem wollte ich nicht zu viel Kraft verpuffen, die ich nachher im langen Anstieg sicher noch brauchen konnte. Wenn ich mal von Männer(gruppen) überholt wurde, ging das immer sehr schnell und ich hatte das Gefühl stehen zu bleiben!

Jedenfalls wurde ich von Burato bis zum Wendepunkt nicht aufgeholt, also war ich nicht all zu langsam. Doch plötzlich kam sie von hinten angebraust und überholte mich. Doch ich konnte mich ihr gleich anhängen, Glück gehabt! Immer wenn irgendeine «schwierige» Stelle kam, habe ich versucht vorne zu fahren.

Als es dann in den Aufstieg hinauf zum Kronplatz ging, war sie wieder an meinem Hinterrad. Ich versuchte mich nicht verrückt machen zu lassen und trotzdem wollte ich sie natürlich gerne abschütteln.

Ich hörte wie sie ziemlich schwer atmen musste, doch sie biss sich an meinem Hinterrad fest. Doch dann gelang es mir doch eine kleine Lücke zu reissen, doch wenn es etwas «flacher» wurde war sie plötzlich wieder da. Dann fiel sie wieder etwas zurück und so ging das Spiel immer weiter.

Schliesslich kam ich bei der ersten Durchfahrt auf dem Kronplatz vor ihr an und konnte mit etwas Vorsprung in den Trail einfahren. Dieser Trail hatte mehrere Linien, doch ich hatte mich entschieden, die blaue Linie (basic) zu nehmen, da ich mit dem Hardtail unterwegs war und ich Burato schwächer einschätzte in der Abfahrt und hoffte, dass sie auch die blaue Linie wählen würde. So fuhr ich also, so schnell als möglich, den Trail runter und es machte auch Spass, obwohl ich natürlich nicht sicher wusste, ob ich wirklich die richtige Entscheidung getroffen hatte.

Als ich schliesslich vom Trail ausgespuckt wurde, und bei Erich vorbei fuhr, teilte er mir mit, dass ich noch vor Burato sei. Doch weit hinter mir konnte sie nicht sein. Also ich musste all meine Kräfte mobilisieren, um diesen letzten ca. 5km hinauf zum Kronplatz nochmals so schnell als möglich, aber vor allem schneller als Burato, zu absolvieren.

Ich konnte sie in meinem Rücken spüren und wagte kaum nach hinten zu blicken, weil ich nicht wusste, was das mit mir machen würde, wenn sie näher und näher kommen würde.

So schaute ich lieber nach vorne und versuchte Fahrer vor mir als Teilziele zu nehmen.

So kämpfte ich mich also den immer steiler werdenden Aufstieg zum Ziel auf dem Kronplatz hinauf und konnte meinen dritten Zwischenrang bis in Ziel bringen.

Müde und zufrieden überquerte ich nach 4h19min die Ziellinie!

Die Krone konnte ich leider nicht verteidigen, doch mit meiner Leistung bin ich trotzdem zufrieden und das Rennen auf dem Podest beenden zu können macht mich auch etwas stolz.

Bedanken möchte ich mich bei Erich, der mich betreut hat. Bei dem Veranstalter für den tollen Event und die Unterstützung wann immer ich sie brauchte!

Beim Hotel «La Bronta» für die herzliche Gastfreundschaft und der Chefin, die «Alles» möglich macht!  Das feine Essen und vor allem die mega feinen Pizzas!!!

 

Eigerbike Challenge

Eigerbike Challenge

Da das Rennen der Eigerbike Challenge dieses Jahr bereits am Samstag stattfand, konnte Erich leider nicht mitkommen und Fabienne ist spontan eingesprungen, wofür ich wirklich sehr dankbar und froh war

Diese Woche war ziemlich viel los und ich hatte mit dem Schulstart am Montag und ganzen drei Sitzungen nebst dem Unterricht richtig viel zu tun ich bin bereits wieder  voll im Schulalltag angekommen! 😉

Am Freitag hatte ich Schule bis 15 Uhr danach bin ich gleich nach Hause gegangen, fertig eingeladen und Fabienne aufladen gegangen und los gings Richtung Grindelwald. Leider war ziemlich viel los auf der Autobahn und wir kamen in den einen oder anderen Stau. Knapp schafften wir es noch für 19 Uhr die Startnummer zu holen, im Hotel einchecken, Essen und schauen, wo Fabienne mich am Rennen verpflegen würde und schon war es Zeit zum Schlafen, denn bereits um 5 Uhr in der Früh, ging der Wecker.

Das Wetter und die Temperaturen waren super, sodass ich auch ohne Begleitung zum Start konnte und Fabienne hat sich schon auf den Weg gemacht hinauf Richtung Bussalp, wo sie das erste Mal stehen wollte.

Als ich zum Start fuhr, war es schon ein gutes Gefühl, soviel bekannte Gesichter zu sehen, die ich schon so lange nicht mehr gesehen hatte. Es war einfach schön, so viele Freunde und Bekannte wieder einmal zu sehen. Da ein Hoi, dort ein Schwatz und schon war es Zeit für den Start.

Nach der ersten scharfen Kurve nach ca. 100m gings dann auch gleich zur Sache…. Bergauf und bergauf bis hoch ins Feld (12km).

Ich kam gut in Fahrt und Schneider an meinem Hinterrad übernahmen wir die Spitze im Frauenfeld. So fuhren wir bis ca. km7 dort gab Schneider Gas und konnte auch gleich eine Lücke zu mir aufmachen. Doch ich liess mich nicht stressen und wollte einfach mein Tempo fahren.

Da wir heute mal wieder mit den Männer fahren durften, war ich wenigsten ins guter Gesellschaft 😉

Als ich  so auf dem Schotter Richtung Feld fuhr, fühlte ich mich einfach nicht so richtig wohl, ich hatte das Gefühl einfach nicht gute Traktion auf dem Hinterrad  zu haben. So stoppte ich und liess etwas Luft raus…. Und siehe da, es fühlte sich viel besser an.

Die erste Abfahrt ging gar  nicht so schlecht, und als ich das nächste Mal bei Fabienne vorbeifuhr, sagte sie mir, dass ich ca. 1.5 Minuten Rückstand auf Schneider hätte.

Weiter gings über das Bord weiter zur grossen Scheidegg, über den First bis hinauf zum Bachalpsee. Es war schon ziemlich heiss und ich hoffte, dass mir das Getränk reichen würde bis zur Verpflegung oben kurz vor dem Bachalpsee, wo mich Sponser verpflegte! VIELEN DANK!!

Dann der Trail runter, der ist zwar nicht ganz einfach, doch ich hatte richtig Spass!! 🙂

Auf dieser Abfahrt konnte ich die Lücke laut Fabienne auf eine halbe Minute zufahren. Bei Fabienne musste ich kurz stoppen, da es dort gleich runter in den Trail ging und ich den Bidon nicht im Fahren nehmen konnte.

Diese Info motivierte mich natürlich und weiter gings. Und schon kurz nach dem zweiten Mal im Bord konnte ich zu Schneider auffahren. Plötzlich war sie vor mir.

Gemeinsam fuhren wir ein Stück weiter, nochmals Richtung grosse Scheidegg, doch dann fuhren wir rechts weg und in einem ständigen Auf und Ab gings Richtung Grund. In den Trails konnte ich mich von Schneider lösen und diesmal meinerseits eine Lücke öffnen.

Ich wollte mich aber nicht von der Euphorie verleiten lassen und zu schnell fahren, denn der Weg ins Ziel war noch SEHR weit. Nämlich hinauf zur kleinen Scheidegg.

Es lief mir ganz gut und ich kam so gut voran, dass ich plötzlich alleine auf weiter Flur war. Je höher ich kam, je steiler wurden die Rampen, die zu bewältigen waren. Auch war es mittlerweile ziemlich heiss 😉 und meine Füsse taten so richtig weh!! Ich hätte schreien können und ich versuchte alles, um «sie» zu ignorieren, es wollte mir einfach nicht gelingen. So quälte ich mich also richtig hinauf, ich sagte mir, umso schneller ich fuhr, je schneller wäre ich in Ziel und konnte meine Füsse entlasten. Einmal hielt ich sogar bei einem Brunnen und tauchte den einen Fuss kurz ins Wasser, doch es nützte nicht wirklich etwas!! 🙂

Jedenfalls war es dann endlich geschafft und ich wurde von niemandem aufgeholt. Jetzt gings hauptsächlich runter, laut Zeitmesser nur noch runter. Als nur runter fühlt sich für mich anders an. Die mir schon bekannten Zwischenanstiege hatte ich bereits hinter mir, und die neue Streckenführung war wirklich mega toll, so viele Singletrails sind dazugekommen. Ich hatte richtig Spass und als dann die 80km Marke kam, dachte ich mir, jetzt habe ich es dann endlich geschafft, doch dann stand ich plötzlich vor einer Wand! Ehrlich, es ging nochmals richtig steil hoch, so steil, dass ich sogar noch schieben musste!!

Als das auch geschafft war, kam endlich wirklich die nächste Abfahrt, jetzt war ich auf der Strecke, bei der Brandegg, wo ich heute ja schon hochgefahren war. Von hier ging es über das Bahngleis und weitere Trails Richtung Aspen, und von dort kannte ich den Weg wieder 😉 immer lag ich noch in Führung und damit mich nicht noch der Krampf an einem Sieg hindern konnte im letzten kurzen Aufstieg hinauf zum Ziel (also nach über 80km fühlt er sich jeweils nicht so kurz an!) 😉 nahm ich noch einen «Gurken-Shot» von Sponser!

Als ich die letzte Kurve in Ziel fahren wollte wurde ich aber nach links weg geleitet, nochmals einen richtig steilen Stutz hoch ins Ziel!! Ich hatte es geschafft, ich konnte die Eigerbike Challenge zum 7. Mal gewinnen!!

Schlussendlich hatte ich fast 6 Minuten Vorsprung auf Schneider, keine schlechte Leistung würde ich sagen. 🙂

Heute war ich wirklich besonders glücklich und stolz auf meinen Sieg. Mit all meiner Arbeit, der Weiterbildung in Medien und Informatik und dem geringeren Trainingsaufwand,  der Tatsache, dass meine direkten Gegenerinnen mittlerweile 20 Jahre und mehr jünger sind!

Ein grosses Kompliment dem Streckenchef der Eigerbike Challenge, die Streckeführung mit den vielen neuen Singletrails ist einfach SUPER!! 🙂

Danke Fabienne  für die Betreuung und Erich natürlich fürs Schauen, dass mein Bike top war und ich nur noch zu treten brauchte! 😉

Danke allen, die mich irgendwie unterstützt haben!

Danke auch dem Hotel Caprice in Grindelwald für den angenehmen Aufenthalt! Es war sehr gemütlich!!

 

Marathon M3 Montafon

Marathon M3 Montafon

Heute stand der Montafon Marathon M3 auf dem Programm, die Strecke 130km und 4500hm. Schon sehr lange war ich nicht mehr so lange auf dem Bike und ich hatte auch etwas Respekt, ob und wie ich das schaffen würde.

Zuerst war der Start der Männer auf der langen Strecke und acht Minuten später durften auch wir uns auf den Weg machen.

Da wir getrennt von den Männern starteten, war das Feld übersichtlich.

 

Gestartet wurde dieses Jahr im «Aktiv Park» Schruns, da im Dorfkern von Schruns gebaut wird.

 

Auf der Hauptstrasse verliessen wir das Dorf Richtung Silbertal. Ich hatte mir vorgenommen, mein Tempo zu fahren und mich nicht durch die Anderen beeinflussen zu lassen.

So war ich froh, dass ich das Tempo am Anfang mitgehen konnte und so zügig aus dem Dorf kam. Als wir in Silbertalen von der Hauptstrasse abbogen und auf Schotter kamen, fiel das Tempo etwas zusammen, da niemand mehr die Führungsarbeit verrichten wollte. Auch ich war nicht bereit diese Position zu übernehmen, da ich mich nicht zu den Favoritinnen zählte und für mich dachte, dass die «Jungen» da fahren sollten und nicht ich. War ich doch einmal mehr mit Abstand die älteste Fahrerin im Elite-Feld.

 

Nach ungefähr 10km verschärften Morat, De Groot und Tazreiter das Tempo und ich liess abreissen. Schneider versuchte noch dran zu bleiben, doch musste bald merken, dass es auch für sie einen «Tig» zu schnell war.

So fuhr ich also ab km10 mein eigenes Rennen und das meist sehr einsam.

Noch vor km 15, wo es das erste Mal etwas runter ging, konnte ich zu Schneider aufschliessen und sie auch gleich ein wenig distanzieren. Doch in den folgenden ca. 5km die eher schleichend runter bzw. auch rauf gingen, überholte sie mich kurz vor der 1. Verpflegung in Kistenberg wieder. Gleichzeitig wurde ich noch von einem Fahrer ausgebremst und konnte meinen Schwung nicht mitnehmen in den Gegenanstieg, das war etwas schade!

Doch bereits im nächsten Anstieg hatte ich sie wieder auf und überholt.

Bevor wir nun aber nach Bartholomäberg runterfahren konnten, mussten wir noch eine Zusatzschlaufe von ca. 5km machen. Der Aufstieg auf Schotter und die Abfahrt über Wiesen. Diese erste richtige Abfahrt hinunter nach Bartholomäberg und weiter nach Gantschier gelang mir richtig gut und ich hatte viel Spass.

Ich fuhr wirklich mit viel Freude und merkte gar nicht wie die Zeit vorbei ging! Ich genoss es mich zu fordern und möglichst schnell die Anstiege hoch, die Abfahrten runter zu fahren. Es ist ein gutes Gefühl, wenn die Beine mitspielen und man trotz der Anstrengungen noch mit sehr viel Spass fahren kann.

Unten angekommen ging es wieder eine Weile eher flach das Tal nach vorne und ich hatte immer etwas Angst, dass Schneider mich in diesen Passagen aufholen würde.

Doch ich kam gut voran und schon ging es in den nächsten Aufstieg, hinauf nach Latschau. Nach der Verpflegung in Latschau gings weiter zum Speichersee und dann wieder hinunter nach Schruns, wo sich die Strecke teilte, während die M2 FahrerInnen hier links ins Ziel einbogen mussten wir rechts das Tal hochfahren. Ich war richtig flott unterwegs die schnelle Abfahrt runter, und schon bald schloss ich zu zwei Männer auf, die mich leider nicht passieren liessen und riskieren wollte nichts. Sie konnten sich  wohl nicht eingestehen, dass auch Frauen schnell runter fahren können. 😉 Unten auf der Fläche konnte ich sie dann überholen und kämpfte mich alleine das Tal hinauf bis zur Zahlstelle für die Silvretta Hochalpenstrasse.

Zwischendurch wurde immer wieder angefeuert von Fabi,  gab ich mein Bestes. Versuchte so kräfteschonend wie möglich zu fahren, aber doch nicht zu langsam zu werden, denn immer sass Schneider mir irgendwo im Nacken. Die richtige Balance zu finden, zwischen schnell, zu schnell oder gar zu langsam, ist nicht ganz einfach, wenn du alleine unterwegs bist und dich an niemandem orientieren kannst. 😉

Bei km80 standen dann Erich und Fabi noch einmal um mich zu verpflegen, bevor es hinauf zum Koppsee ging. Dieser Aufstieg hatte z.T. wirklich steile Passagen, mussten wir doch auf ca. 8km 800hm erklimmen. Doch es lief mir ziemlich gut und ich konnte einige Männer die ja 8 Min. vor uns gestartet waren überholen. Viel schneller als gedacht, war ich auch schon beim Koppsee und das schöne war, das Wetter hielt immer noch. Die Sonne schien sogar und ich musste nicht frieren, nein ich schwitzte richtigegehend. 

Nach dem Koppsee ging es hinunter nach Wirl (andere Seite Zahlstation der Silvretta Hochalpenstrasse), wobei es ging eben nicht nur hinunter, zuerst war es flach vielleicht sogar etwas ansteigend, jedenfalls hatte ich das Gefühl am Boden festzukleben.

Dann endlich ging es doch runter.

Zu meiner Überrraschung stand Erich unten in Wirl und hielt mir einen Bidon hin. Ich schloss auf einen weiteren Mann auf und überholte ihn, doch irgenwie wurde ich ihn einfach nicht los. Es harzte etwas und ich kam im Kampf gegen den Wind einfach nicht so recht vom Fleck! Es war richtig zäh, diesen etwas flacheren Teil der Bielerhöhe entgegen. Erst als es dann etwas steiler wurde lief es mir wieder besser. Als ich einen Blick zurückwarf, meinte ich Schneider zu sehen und dachte mir, gib GAS, du musst Zeitreserve schaffen für die letzten 20km das Tal nach vorne bis nach Schruns. Und siehe da, ich konnte meinen Schatten endlich abschütteln.

Die Abfahrt gelang mir dann recht gut und ich musste nur zweimal vom Bike in der wirklich steilen und steinigen Abfahrt hinunter nach Partenen, wo Erich und Fabi nochmals standen. Fast hätte ich die Einfahrt in den Trail verpasst, weil ich so beschäftigt war, meinen Bidon in Empfang zu nehmen und ihn in den Halter zu stecken. Doch es ging gerade noch auf und ein wirklich schwieriger, wurzel- und steinreicher Trail lag vor mir. Doch auch den schaffte ich mehr oder weniger gut. Als dieser Trail geschafft war, lag ich immer noch an 4ter Stelle und diesen Platz wollte ich eigentlich auch verteidigen. Also Kette rechts und HÜ, 20km bis zum Ziel mit viel Gegenwind, ein hartes Stück Arbeit, doch ich gab alles und schaffte es tatsächlich als 4te fuhr ich hinter De Groot, Morat und Tazreiter in Ziel.

Leider knapp neben dem Podest vorbei aber zufrieden mit meinem Rennen und glücklich, dass wir es ohne Regen geschafft hatten. Wer hätte das gedacht, war ich doch mit der Einstellung nach Schruns gereist, bei Regen und Kälte zu fahren.

 

Ein ganz herzliches Dankeschön an die Organisatoren und Helfer des Montafon Marathons. Speziell dem Tourismus #meinMontafon für die tolle Unterstützung und ich hoffe ich kann mich bald schon erkenntlich zeigen. 

Danke auch dem Hotel Amrai Suites für die tolle Unterkunft, so was habe ich vorher noch nie gesehen bzw. «bewohnt» bin immer noch total geflasht von «meiner» Suite! 

 

 

Was mir an diesem Marathon gefällt, ist die schöne Landschaft, die herzlichen Menschen und die Herausforderung diese lange Strecke mit den vielen Höhenmetern zu bewältigen.

Für mich sind vor allem die schleichenden Anstiege, sowie die auch längeren Flachstücke eine Herausforderung, weil nicht wirklich meine Stärke!

 

Engadin Bike Giro

Engadin Bike Giro

  1. Etappe: St. Moritz – Silvaplana

 

Der Start der 1. Etappe war in St. Moritz Dorf, von da ging es der Strasse entlang nach  Celerina und dort gleich in den erste Aufstieg. Wir Elite Frauen hatten einen separaten Start, doch bereits am Anfang des Anstieges wurden wir von den Fun Männer aufgeholt, die wie ein Schnellzug angebraust kamen! Der Anstieg war nicht sehr lange und schon ging es wieder runter nach Celerina, weiter zurück zur Bobbahn und dann über Wiesen und Trail nach Celeriana Staz. Von da rauf zum Stazersee, doch leider wurden wir noch falsch geleitet und so fuhren wahrscheinlich etwa die ersten 50ig FahrerInnen den falschen Weg und wir waren schon ein ganzes Stück hochgefahren, als die Vordersten merkten, dass wir falsch waren, also wieder drehen und zurück auf die Strecke. Jetzt fuhren wir voll in den Pulk der hinteren FahrerInnen. Am Anfang war es nicht so ein Problem, denn der Weg war relativ breit, doch als wir oberhalb des Camping Olympia Schanze, über den Trail fahren sollten, kam es zu einem massiven Stau! Leider hielten sich nicht alle an die Regel und drängelten an den stehenden FahrerInnen vorbei, nicht gerade FAIR!!

Als diese Hürde geschafft war, wechselten wir die Talseite und über Champfèr hinauf auf Salastrains, weiter über El Paradiso auf Alp Suvretta. Von hier traversierten wir über einen Trail zur Julierstrasse und runter nach Silvaplana. Jetzt wäre das Ziel nicht mehr weit, doch sie schickten uns über einen unglaublich steilen Weg noch mal hinauf Richtung Julierpass. Dort warteten Erich und Fabienne, die erst gerade angereist waren und unterstützen mich mit Hopp Rufen!!

Jetzt war der Anstieg fast geschafft. Weiter über Schotter zum nächsten ziemlich technischen Trail wieder runter nach Silvaplana. Zum zweiten Mal knapp am Ziel vorbei mussten wir nochmals dem Lej da Champfèr entlang zwei weitere Anstiege hinauf, bis wir schliesslich über Surlej zurück an den Silvaplanersee kamen. Von dort ging es zurück dem See entlang zum Ziel!!

 

Mir lief es ganz gut, doch mit den «Jungen» konnte ich nicht ganz mithalten, vor allem am Anfang gingen sie ziemlich schnell los und ich entschied mich mein Tempo zu fahren, denn ich merkte, dass es einfach zu schnell war, mein Körper war diese hohe Intensität nicht gewohnt und meine Arme und Beine begannen zu kribbeln, kein gutes Zeichen (= Übersäuerung!!). Da ich mein Arbeitspensum erhöht habe und zudem mitten in einem CAS Lehrgang bin, ist mein Training mehr ein Ausgleich zum Alltag,  und ich bin meist zu müde um Intervall zu machen, auch macht dies nicht wirklich Spass und ich brauche das nicht mehr! Für mich ist Training = Spass haben und mich bewegen können!!

Also nahm ich etwas Tempo raus, was sich lohnte, denn schon bald hatte ich meinen Rhythmus gefunden und ich kam ziemlich flott voran.

Auch der Umweg, den wir ungewollt machten stresste mich nicht wirklich und ich nahm es eher gelassen, ändern konnte ich ja eh nichts mehr.

In Champfèr bekam ich von einer Kollegin einen Bidon, die so lieb war und extra noch einen Bidon organisierte!! VIELEN DANK Esther!!

Der Anstieg hinauf zur Alp Suvretta ging mir ziemlich gut und auch die Traverse zum Julierpass lief gut, wenn man davon absieht, dass ein Mann mich einfach nicht passieren lassen wollte, obwohl er immer wieder absteigen musste, sodass ich auch stoppen musste, weil er mir keinen Platz machte!!

Endlich konnte ich vorbei und meinen Rhythmus fahren. Der Downhill gelang mir recht gut und ich holte einige Fahrer auf.

Dann der MEGA steile Aufstieg, dort konnte ich nochmals einige Fahrer überholen, die Frauen meiner Kategorie waren leider unerreichbar. Irgendwann holte ich dann Andrea Ming auf, die aber nicht mehr mit Lizenz fährt.

Am Lei da Champfèr waren wir dann zusammen, doch da bekam ich Krämpfe und ich sagte ihr sie solle gehen. Doch irgendwie war sie nicht mehr so motiviert, jedenfalls fuhren wir gemeinsam und als meine Krämpfe weg waren – DANK Relax Shot von Sponser – konnte ich sie abhängen, obwohl ich das eigentlich gar nicht wollte!

Die letzten beiden Anstiege gingen mir richtig gut und ich kam schliesslich als 5te in Ziel und nur etwa eine Minute hinter der viert Platzierten.

Mit meiner Leistung war ich eigentlich ganz zufrieden!!

Jetzt hiess es sich gut erholen für die 2. Etappe, die sehr viel Höhenmeter haben wird.

 

 

  1. Etappe: Celerina – Silvaplana

 

Auf diese Etappe freute ich mich besonders, denn sie hatte viele Höhenmeter und viele super schöne Trails, die auf uns warteten 

Der Start war zum ersten Mal in Celerina – neuer Partner vom Engadin Bike Giro. Von Celerina ging es gleich zur Sache und zwar hinauf über den Sendemast – Alp Laret – Marguns – Lej Alv  zur Corvilia, wo wir den Flowtrail runter heizen konnten. In Chantarella angekommen, ging es dann wieder zum Sendemast hoch, von dort auf dem Schotter runter nach Celerina Staz, in der Fläche auf der anderen Talseite runter bis nach Bever, von dort über die Alp Muntasch, ein zweites Mal hinauf ins Marguns, dann diretissima hoch (über die Wiese, sehr steil!!) zur Corvilia noch hoch zum Einstieg in den WM – Trail, diesen runter (Spassfaktor SEHR HOCH!!) übers El Paradiso – Alp Suvretta zum Foppetas Trail (Spassfaktor SEHR HOCH)!! Dieser Trail wurde verlängert bis runter nach Champfèr, von dort Richtung St.Moritz, wieder die Talseite wechselnd nochmals Richtung Surlej, doch anstatt die gleiche Schlussrunde, wie am Vortag, nahmen wir noch den …. Mit! Wieder unten angekommen, nochmals weg vom Ziel auf den Rest der Schlussrunde vom Vortag und schliesslich wieder über Surlej runter zum See und zurück ins Ziel nach Silvaplana.

 

Jetzt zu meinem Rennen. Ich versuchte von Anfang an, mein Tempo zu fahren und fühlte mich eigentlich ganz gut. Bald schon konnte ich mich an vierter Position einreihen und freute mich, dass meine Beine so gut mitmachten. Ich fuhr meist eine eher hohe Kadenz, denn das liegt mir einfach besser als, schwer Gänge zu treten. Wusste ich doch auch, dass es vom Marguns mit vielen steilen Rampen bis hoch zum Lej Alv ging. Doch ich konnte alles fahren, klar musste ich beissen, doch es machte auch unheimlich viel Spass! Dann die Abfahrt, nachdem ich noch zwei Männern den Vortritt gelassen hatte in den Flowtrail, konnte ich die Abfahrt so richtig geniessen, denn ich habe es nicht so gerne, wenn mir ständig jemand im Nacken sitzt. Zudem motivierte es mich sehr, dass die beiden Herren mir nicht wirklich davon fahren konnten 😉 ich war immer auf Schlagdistanz mit ihnen!! Im unteren Teil des Trails schlossen wir dann leider auf Fahrer auf und wir mussten etwas Tempo rausnehmen. Das war ein bisschen schade. Doch während ich die Kurven ausfuhr, sah ich immer wieder Spuren von «shortcuts» das fand ich schon etwas schade, denn diese Fahrer, verursachten dann meist auch den Stau, weil sie sich vorne wieder reindrängten!! Da sage ich nur «FAIR PLAY»!

In Chantarella stand Erich und verpflegte mich, dadurch vergass ich zu schalten und schaffte es fast nicht den steilen Einstieg in den Trail zum Sendemast hochkam, doch es klappte gerade noch!

Der Trail zu Sendemast ist ganz schön steil und ich muss sagen, ihn runter zu fahren ist doch viel einfacher! 😉 Beim Sendemast stand Fabienne und feuerte mich an! 

Jetzt die Schotterstrasse runter nach Celerina und rüber nach Celerina Staz. Jetzt lag die lange Fläche bis nach Bever vor mir. Leider war ich ganz alleine und konnte nicht den Vorteil einer Gruppe nutzen. Zum Glück hatte ich Rückenwind, das machte es mir doch etwas einfacher. Einmal brausste ein Fahrer an mir vorbei, doch ich hatte keine Chance mich ihm anzuhängen, RUMS und weg war er! Also fuhr ich mein Tempo weiter, zu viel Kraft wollte ich auch nicht brauchen den der nächste lange Anstieg wartete noch auf mich. Als ich die  Talseite dann auf Höhe Bever wieder wechseln musste, blies mir der Wind wieder von vorne entgegen, doch da hatte ich auch etwas Glück und ich wurde von einem weiteren Fahrer eingeholt. Dieses Hinterrad konnte ich mir schnappen und so konnte ich bis zur Feedzone im Dorf Bever mitfahren. Nach der Feedzone war dann die Luft bei meiner «Loki» etwas draussen und ich revanchierte mich indem ich die Führungsposition übernahm und er sich etwas im Windschatten ausruhen konnte.

Dann gings links weg steil hoch Richtung Samedan und weiter hinauf zur Alp Muntasch. Dieser Anstieg war richtig lang und ich suchte meinen Rhythmus und kam auch gut voran, zwar konnte ich keine Frau vor mir ausmachen, doch den einen oder anderen Mann konnte ich doch überholen. Auf der Alp Muntasch angekommen, hatte ich aber erst etwa die Hälfte des Anstiegs hinter mir. Von jetzt an ging es über Trails weiter hoch. Immer wenn man dachte, nun wäre es dann geschafft, sah ich die vor mir Fahrenden nochmals eine «Etage» höher oben! 😮 Doch dann endlich war es geschafft und weil ich die Strecke ja bereits kannte, wusste ich ja, dass es immer nochmals eine Schlaufe gab.

Dann der Downhill hinunter nach Marguns. Alles ging gut, bis ich absteigen musste, um mein Bike über eine hohe Stufe hochzuhiefen, da schlug ich mich fast selber ko. Ich traf mich mit meinem Lenker so unglücklich im Gesicht, dass ich kurz auf die Seite stehen musste um mich wieder zu sammeln. Es schmerzte ziemlich stark!! Doch ich wollte weiter, also Kopf kurz schütteln und weiter. Auf Alp Marguns wartete Fabienne mit einem Bidon auf mich und instruierte mich, dass ich hier gerade die Wiese hoch müsste, also besser gleich einen «Gurkensaft» (Relax Shot von Sponser) nehmen sollte.

Der Einstieg in diesen Aufstieg war ziemlich verblockt, sodass ich gleich vom Bike ging und schob. Ich versuchte gar nicht erst wieder aufzusteigen, sondern schob mein Bike erst mal ein Stück.

Als es etwas flächer wurde schwang ich mich wieder in den Sattel, und weiter gings zum zweiten Mal heute, hoch zur Corvilia. Dort war eine offzielle Feedzone und ich genehmigte mir ein Küchlein. Doch anstatt direkt zum Einstieg in den WM Trail zu fahren, schlugen wir noch einen Hacken, damit wir nochmals eine steile Rampe fahren konnte. Dann endlich die Belohnung für den ganzen Chrampf! Es ist einfach immer wieder cool, diese Trails runter zu heizen und es macht so viel SPASS!!

Viel zu schnell war der Trail fertig und wir kämpften und gegen den Wind zur Alp Suvretta und von dort zum nächsten Trail, dem Foppetas – Trail. Diesen liebe ich wirklich, er ist einfach sooo coool und hat so viele kleine Sprünge!

Unten in Champfèr, wo der Trail uns ausspuckte stand Erich für den Fall der Fälle (falls ich einen Platten hätte), ich brauchte diesen  Support zum Glück nicht!

Also weiter, nochmals die Talseite wechseln. Ich glaubte eigentlich, dass wir dann den gleichen Schluss machen würden wie gestern, doch dem war dann nicht so, sondern anstatt  geradeaus, mussten wir den Gupf rechts auch noch mitnehmen und dieser Anstieg hoch zum …war nochmals richtig steil. Der Fahrer vor mir fluchte vor sich hin und ich dachte mir, Stephan wird sicher auch fluchen, denn das habe ich ihm nicht gesagt, weil nicht gewusst, dass wir hier noch hochfahren müssen. Aber auch diesen Anstieg schaffte ich und nach dem technischen Downhill spuckte uns der Trail keinen Kilometer vom Ziel entfernt wieder aus. Doch anstatt Richtung Ziel zu fahren wies uns der Pfeil genau in die andere Richtung. Jetzt mussten wir doch noch auf die Schlussschlaufe von gestern. Zuerst genoss ich noch die Gesellschaft von zwei Herren, doch die beiden nächsten Anstiege hoch konnten sie mir nicht mehr folgen, sodass ich die Abfahrt alleine in Angriff nahm und dann bis zum Ziel nicht mehr aufgeholt wurde. Nach dem 5ten Rang gestern schaffte ich es heute als 4te ins Ziel.

Ich war sehr zufrieden und auch noch viel schneller als ich gedacht hatte, dass ich habe.

Mit diesem 4ten Rang rückte ich auch im Gesamtklassement einen Rang nach vorne.

Müde und zufrieden warteten wir noch auf Stephan und zur Belohnung für unsere Strapazen, gönnten wir uns noch einen feinen Burger!!

 

 

  1. Etappe: Silvaplana – Silvaplana

 

Die letzte Etappe stand noch aus und im späten Samstagnachmittag/Abend hatte es zu regnen begonnen. Jetzt hofften wir natürlich, dass das Wetter am Sonntagmorgen halten würde, damit wir nicht bei Regen fahren mussten.

Und tatsächlich der Wettergott meinte es gut mit uns und just zum Start zeigte sich der Tag von seiner besten Seite. Die Sonne schien und der Himmel war mehr oder weniger blau!! Mit so viel Sonne hatte ich wirklich nicht gerechnet.

Kaum zum Start raus, stand schon die erste Rampe vor uns, nicht sehr lange aber so aus dem Stand, naja. Ich wusste einfach eines, ich musste dran blieben denn nach einer sehr kurzen Abfahrt mussten wir dem See entlang auf der Hauptstrasse nach Sils fahren (ca. 7km einfach flach!) und da wollte ich in der Gruppe mitrollen können. Das schaffte ich dann auch. Doch bevor wir in den ersten Anstieg kamen, überrollten uns die schnellsten Fun Männer bereits und es kam zu einem kleinen Chaos im Aufstieg, doch es hielt sich in Grenzen. Zwar wurde unser Frauenfeld gesprengt, doch wir konnten meist gut fahren. Im Val Fex angekommen, konnte ich mir einer weiteren Gruppe anschliessen und schaffte so sogar den Anschluss wieder zu den vorderen Frauen.

Von Surlej fuhren wir in umgekehrter Richtung von gestern hoch Richtung Olympiaschanze und weiter hoch Richtung Hahnensee. Fast zuoberst fand die Organisation tatsächlich noch einen Trail hoch, so dass wir schieben mussten anstatt einfach den Weg hoch zu fahren.

Von hier ging es einen technischen Trail runter Richtung St. Moritz und mir gelang die Abfahrt richtig gut und ich hatte viel Spass. Auf etwa halber Höhe mussten wir noch mals hoch zum nächsten Traileinstieg, auch dieser war schwierig zu fahren, da steil und viel sehr enge Kurven, da musste ich doch das eine oder andere Mal den Fuss ausklicken, damit ich die Kurven schaffte, doch ich kam ohne Sturz und Defekt unten in St. Moritz an, wo Erich und Fabienne ein weiteres Mal standen. Mit einer neuen Flasche machte ich mich auf hoch zur Alp Staz, und wie könnte es anders sein, es ging sehr steil hoch! Doch auch heute waren meine Beine ziemlich gut und ich spulte mich den Anstieg hoch. Dann steil runter auf Schotter, was nicht unbedingt einfacher war, denn die Kurven machten manchmal ziemlich stark zu und ich musste aufpassen, dass ich nicht stürzte. Alles ging gut und ich erreichte den Stazersee. Der nächste Trail mussten wir hoch fahren Richtung Falun, wobei wir den letzten Teil ausliessen und rechts abbogen. Rauf und runter ging es nach Celerina Staz und von dort nochmals hoch zum Sendemast. Dort traversierten wir zur Mittelstation Chantarella und von dort hoch über Salastrains, hier wartet Fabienne ein weiters Mal auch mich. Doch anstatt direkt nach Alp Suvretta zu fahren, machten wir noch den Umweg über Alp Giop und das war jetzt wirklich zäh, der Wind bliess und der Weg war steil und schlängelte sich Kehre um Kehre nach oben. Da war ich wirklich froh um die motivierenden Worte meiner «Begleiter». So schaffte ich es tatsächlich dran zu bleiben und gemeinsam ging es dann zur Alp Suvretta. Doch geschafft war es noch lange nicht, nein jetzt nochmals die Traverse hinüber zur Julierstrasse (wie am ersten Tag). Auf Trail ging es hoch, ich kämpfte um jeden Meter, doch ich konnte alles fahren!! JUPI! Dann «oben» angekommen, wurde der Trail dafür ruppiger und ich musste mich richtig konzentrieren zwischen den Steinen durch. Doch dann war auch das geschafft und die nächste Herausforderung war der steile Singletrail runter nach Silvaplana. Trotz des Regens am Vortag, war der Trail super zu fahren, und ich kam auch hier ohne Sturz und Defekt unten an. Jetzt noch die zweitletzte Hürde, der fast überhängende Aufstieg Richtung Julierpass, auch hier kämpfte ich mich Meter für Meter hoch, mit dem Ziel nicht absteigen zu müssen, ich schaffte es!! Dann ging es zuerst rasant auf Schotter runter zum letzten Trail des heuten Tages, der uns in Silvaplana raussspühlte, auch dieser war sehr technisch und verlangte mir nochmals alles ab.

Doch obwohl das Ziel in Hörweite war, war ich noch nicht im Ziel, nein ich musste nochmals bis nach Sils, heisst um den ganzen Silvaplanersee fahren. Leider war ich ganz alleine!! Also stampfte ich los. Irgendwann holte mich ein Fahrer auf und ich schnappte mir sein Hinterrad, gemeinsam arbeiteten wir und gegen den Wind bis nach Sils. Jetzt hatten wir bis ca. 800m vor dem Ziel Rückenwind und ich musste alles geben um mithalten zu können. Doch auch ich half mit und so flogen wir dem Ziel entgegen. Unterwegs gabelten wir noch einen weiteren Fahrer auf! Am Schluss kam ich mit diesen beiden Herren ins Ziel, aber ich musste wirklich kämpfen, doch ich wollte einfach dranbleiben!!

Auch heute reichte es für den 4ten Rang. Somit verteidigte ich den 4ten Gesamtrang!!

Engadin Bike Giro

Engadin Bike Giro

Der Engadin Bike Giro ist sicher ein Highlight meiner Saison 2021. Ich freue mich schon ewig lange darauf, und obwohl es erst das zweite Rennen dieser Saison ist und ich mittlerweile wirklich zum „alten “ Eisen gehöre, darf ich meine Erwartungen wohl nicht zu hoch stecken.

Doch nach der EM vor zwei Wochen habe ich gemerkt, dass es mir immer noch Freude macht Rennen zu fahren und ich auch mit mir zufrieden sein kann, wenn es nicht aufs Treppchen reicht. Doch ich werde immer mein Bestes geben und vor allem mit viel Spass fahren und dann schauen wohin es reicht.

Heute startet also der Engadin Bike Giro…

Leider kann Erich mich heute nicht verpflegen, weil er noch so viel Arbeit im Geschäft hatte und erst heute Abend zusammen mit Fabienne anreisen wird auch Fabienne, kann leider nicht vorher da sein. So werde ich mich wohl mit der örtlichen Verpflegung begnügen müssen.

Aber das wird schon klappen. Und morgen ist er ja dann dabei! 😍

Ich hoffe euch nach dem Rennen einen tollen Rennbericht mit Happy End zum Lesen zu schreiben. 😉

 

EM MTB Marathon in Evolène

EM MTB Marathon in Evolène

Nach sehr intensiven Wochen in der Schule, mit Projektwoche und Noten machen. Daneben bin ich noch mitten in einem CAS Medien und Informatik Lehrgang und versuche auch noch zu trainieren, kam ich am Samstagabend nach 19.00Uhr in Evolène an.

Zum Glück habe ich Fabienne und Stephan, die für mich die Startnummer holen gegangen sind und das Teammanagermeeting konnte ich auf der Hinfahrt via Zoom «besuchen» 😉

 

Gemeinsam haben wir dann in Evolène noch etwas gegessen, die Feedzonenbetreuung organisiert und kamen schliesslich um 21.30Uhr in Arolla in unserer Unterkunft an.

Tot müde bin ich ins Bett gefallen.

 

Dann am Sonntag endlich der Start zum ersten Rennen nach … vielen Monaten! Ich freute mich, aber ich hatte auch etwas Angst völlig «ab zu loosen»!!

Habe ich doch auf den sozialen Medien gesehen, dass sehr viele Fahrerinnen bereits seit Tagen und Wochen in Evolène am Trainieren sind, da machte ich mir natürlich schon meine Gedanken.

Dann konnte ich natürlich auf der Startliste auch sehen, dass ich wirklich zum «alten» Eisen gehöre und jetzt die älteste Fahrerin auf der Startliste der Elite Women Kategorie bin.

So ging ich also mit etwas gemischten Gefühlen an den Start.

 

Dann endlich ging’s los. Der Start war moderat und ich konnte mit der Gruppe mitfahren, nicht zu Vorderst, doch das war auch nicht mein Plan.

Nach einer kurzen Startschlaufe gings dann in den ersten langen Aufstieg. Ich versuchte einfach mein Tempo zu fahren und mich nicht durch die «Schnelleren» beeinflussen zu lassen, denn das Rennen war noch sehr lange und vor allem gab es sehr lange und steile Anstiege.

Doch ich fand einen guten Rhythmus und konnte mich schon hier um einige Positionen nach vorne arbeiten, das motivierte sehr. Zumal ich Frauen aufholen konnte, die ich eigentlich stark einstufte, nach all den Post die ich von ihnen gesehen hatte.

 

Als ich dann oben angekommen bin und in die erste längere Abfahrt einbog, merkte ich, dass meine Schaltung nicht mehr funktionierte!! Sch…. Zum Glück stand unten bei dieser Abfahrt Erich auf der Feedzone. Doch es dauerte dann doch noch länger als ich es mir gewünscht hätte und so musste ich doch einige Male vom Bike und einen kurzen Aufstieg hochspringen und vor allem in den schnellen Abfahrten konnte ich nicht beschleunigen, weil mein Gang zu klein war. Das war schon ärgerlich, doch ich gab mein Bestes. So verlor ich natürlich bereits in der Abfahrt einiges an Zeit. Leider hatte Erich keine Knopfbatterie im Sack! Was jetzt?! Sofort kam mir in den Sinn, dass mein Polar auch eine Kopfbatterie hat, so nahm Erich den Schalthelbel vom Lenker, suchte eine Münze um den Verschluss der Batterie zu öffnen, während ich die Batterie aus meinem Polarsender pullte. Dann Batterie rein ins Fach, Schalthebel wieder befestigen. Es schien mir unendlich lange zu dauern, doch schliesslich war es geschafft und weiter gings.

Ich versuchte mein Bestes, brauchte aber etwas Zeit, bis ich wieder im Rhythmus war, doch dann konnte ich bis zum nächsten Wendepunkt wieder etwas Zeit gutmachen.

Auf dem Auf und Ab im Tal nach vorne und dann wieder zurück Richtung Les Haudrès verlor ich zuerst auch noch etwas Zeit, doch dann nach der nächsten Verpflegung ging es in den nächsten langen Aufstieg nach La Forclaz, dieser Aufstieg hatte es in sich, es hatte viele sehr steile Teilstücke und ich hatte manchmal das Gefühl wenn ich das Pedal jetzt nicht runterdrücke, würde ich zurückrollen!

Dann endlich in La Forclaz, konnte ich laut Erich 2 Minuten zufahren auf die vor mir platzierten Fahrerinnen! WAU, das motivierte mich. Doch ich wusste es ging noch richtig lange hoch und immer wieder sehr steil. Ich fuhr und fuhr und freute mich, dass es mir doch ganz gut lief, ich hatte zwar keinen Plan auf welchem Rang ich gerade stand, doch das war eigentlich auch nicht so wichtig, denn ich kämpfte ja nicht in der Spitze mit, doch ich hatte viel Freude am Rennen fahren und das war für mich heute wirklich das WICHTIGSTE!! Ich freute mich über jedes Hopp-rufen vor allem wenn ich sogar mit Hopp Esther unterstützt wurde!

Bei der nächsten und letzten Verpflegung warteten Fabienne und Stephan auf mich, die mit den Bikes nach oben gefahren sind, VIELEN DANK!! Doch auch dort hatte ich den «Bergpreis» noch nicht erreicht, sondern es ging nochmals richtig hoch!! Zwischendurch war ich noch etwas verwirrt, weil eine Konkurrentin plötzlich links runterfuhr und ich musste rechts hoch! Ich hatte nicht realisiert, dass sie eine andere Startnummer hatte 😉

Ich sagte mir immer, wenn du schneller fährst bist du schneller oben 😉 welch eine Erkenntnis.

Als ich fast zu Oberst war konnte ich wieder eine Fahrerin vor mir sehen und ich meinte es könne Jennie sein und machte mir Hoffnung, dass ich sie vielleicht noch aufholen könnte in der Abfahrt!

Leider gelang mir die Abfahrt auf den Trails nicht wunschgemäss, vor allem meine Links- Kehren gelangen mir überhaupt nicht, mir fehlte die Übung und auch hatte Jennie den Vorteil, dass sie schon etwas länger in Evolène war und die Abfahrt sicher schon gefahren war. Also hier hätte ich besser fahren müssen. Doch trotzdem hatte ich Spass auf der Abfahrt, auch wenn ich sicher etwas Zeit verloren habe.

Plötzlich fuhren zwei Töff von hinten auf mich auf, dies bedeutete, dass die Spitze der Männer bald angerauscht kommen würde. Doch ich wollte unbedingt die Abfahrt hinter mir haben, damit ich der Spitze der Männer nicht im Weg war und auf die Seite stehen um sie durchzulassen wollte ich auch nicht.

Ich versuchte konzentriert und möglichst schnell runter zu fahren und schaffte es sogar noch bis in Ziel ohne aufgeholt worden zu sein. Ich konnte sogar noch fast zu Jennie aufschliessen. Am Schluss fehlten mir noch 3 Sekunden.

Müde und zufrieden beendete ich das erste Rennen dieser Saison. Mit den Voraussetzungen, die ich hatte für dieses Rennen und der blöden Panne, ist mir wirklich ein gutes Rennen gelungen, klar hätte ich mir eine bessere Klassierung gewünscht.

Jetzt heisst es ERHOLUNG und dann wieder Schule…. Bald kommt das nächste Rennen und ich freue mich darauf.