M3 Marathon

M3 Marathon

Am Freitagmorgen gab ich einen Technikkurs an 6 Personen, die vom Tourismusverband Montafon ausgelost wurden. Die TeilnehmerInnen waren sehr motiviert und wir schauten uns gemeinsam den Trail zum Kloster ? an. Da konnte ich den TeilnehmerInnen so einiges an Tipps geben und ich glaube nicht nur ich hatte Spass sondern auch sie. 😎🙃

Am Nachmittag machten Erich, Fabi, Stephan und ich uns auf den Weg zur Genusstour. Zuerst holten alle ausser Erich bei Intersport ein E-Bike ab. Mensch, sind die SCHWER! 🤪

Dann gings zur Startnummerausgabe und schliesslich zum Start auf dem Dorfplatz.

Zuerst fuhren wir nach Silbertal, wo nach ca. 5km schon der erste Stopp geplant war. Im Restaurnt Hirschen, gab es nebst Sirup, Wasser, Apfelsaft einen Smoothy aus Beeren und Topfen (Quark). 😋

Danach ging es weiter bis zur Almhütte Fellimännle auch wieder etwa 5km aber diesmal mit etwas Steigung. 😉 Bei Fellimännle wurde uns der Hauptgang serviert, Hirschragout mit Spätzle und Preiselbeeren. Das war auch sehr lecker. 😋

Weiter ging die Gruppe bis zur «Untere Wasserstuben Alpe» dort wurde uns ein Käsebuffet angeboten, eigentlich dachte ich, dass ich da passen werde, doch dann gab es dort einen Käse, der «Sura Kees» heisst, und hier scheinbar auf jeder Alp hergestellt wird, und dieser war so gut, dass ich richtig zugeschlagen hatte.  😊 Auch gab es hier einen feinen Tee, der ungezuckert war. 👍 Mit Trauben, Nüssen und Tomaten wurde das Buffet abgerunden.💕

Schliesslich fuhren wir weiter bis zum Panoramagasthof Kristberg, dem höchsten Punkt auf unserer Route, jetzt mussten wir einiges an Höhenmetern erklimmen. Doch zum Glück hatten wir ja die Unterstützung des E-Bikes. 😅

Nach insgesamt 22km erreichten wir den Gasthof mit dem Wissen, dass es nachher nur noch runter gehen würde bis nach Schruns.

Die Wolken sind mittlerweile dichter geworden und es schaute stark nach Regen aus.

Trotzdem setzten wir uns unter die Sonnenschirme um noch das Dessert zu geniessen. Feinen «Kaiserschmarrn mit Apfelmus» das war wirklich lecker.

Da schon die ersten Tropfen fielen, sattelten wir unsere Bikes und fuhren ins Tal. Pünktlich mit dem Start des kräftiger einsetzenden Regens trafen wir auf dem Camping ein, und setzen uns in die gemütliche «Stube» 😉 😊

Ich muss sagen, dies war im wahrtsten Sinne des Wortes eine Genuss – Tour und meine Speicher für das morgige Rennen waren gut gefüllt!!

 

Das Wetter für Samstag war nicht gerade so gut angesagt und es war mit Regen zu rechnen, die Frage stellte sich nur, wann? Wieviel? Und wie lange?

Um 7.30 Uhr fiel der Startschuss und wir machten uns auf die 130 km lange Strecke mit  4500 hm. Zuerst ging es in einer moderaten Steigung ins Silbertal hinein, weiter folgten wir dem gleichen Weg, wie tags zuvor auf der Genusstour, am Fellimännle vorbei – diesmal ohne Stopp! 😉 Die Spitzengruppe wurde immer schneller, sodass ich schliesslich abreissen lassen musste, und ich Pintaric, Tazreiter und De Groot ziehen lassen musste, doch ich wusste, wenn ich jetzt überziehen würde, würde ich es später büssen!

So fuhr ich also alleine weiter hatte die Anderen meist in Sichtweite, ausser es hatte zuviele Kurven. 🙈

So wusste ich auch nicht genau, wie gross meine Rückstand oben beim Kristberg bei der ersten Verpflegung war. Als ich Erich fragte, meinte er schau mal nach vorne und tatsächlich mit dem Schwung, denn ich von der kurzen Abfahrt mitnahm fuhr ich direkt in die Gruppe rein.😎 Von jetzt an konnte ich gut mithalten. Auch die Zusatzschlaufe von ca. 5 km die ich im Training sehr lang fand, lief ganz gut. Vor allem in den Abfahrten fühlte ich mich sicher und konnte da jeweils vorne wegfahren. Doch alleine vorne wegfahren wollte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Sodass ich sie jeweils wieder aufschliessen liess.

Unten im Tal angekommen, ging es zuerst flach nach Vandans und dann hinauf nach Latschau und zurück nach Tschagguns. Von hier an ging es das ganze Tal nach hinten bis nach Partenen. Zuerst waren wir nur zu Dritt, doch da wir nicht gerade schnell fuhren, schloss schon bald De Groot wieder zu uns auf und zu viert ging es weiter bis Partenen. Ab der Mautstelle begann der Anstieg hinauf zum Kopssee. Dies waren auf etwa 7 km 800 hm Anstieg. Ich fand einen guten Rhythmus, doch leider verloren wir nur Tazreiter 😢 und zu dritt kamen wir oben beim Kopssee an.

Zuerst mussten wir rüber zum Zeinisee traversieren und dann ging es runter auf der Strasse nach Wirl (Mautstelle auf der «Ischgl» Seite). Jetzt fing es so richtig an zu regnen!! Unten in Wirl war ich schon tropfnass, trotzdem oder gerade deswegen entschied ich mich bei Erich zu stoppen und die Regenjacke anzuziehen. De Groot stoppte auch während Pintaric weiterfuhr, doch bald schon waren wir wieder zu ihr aufgeschlossen, weil sie während des Fahrens versuchte das Gilet anzuziehen.

Gemeinsam fuhren wir der Bielerhöhe entgegen. Kurz bevor es begang etwas steiler zu werden, startete De Groot eine Attacke, 🚲💨 die ich nicht kontern konnte, sondern es schien gerade so als ob es mir den Stecker gezogen hätte.🙉 Pintaric, die an meinem Hinterrad war, überholte mich und konnte zu De Groot aufschliessen. Ich hatte keine Chance, alle Energie schien aus meinem Körper gewichen zu sein!! 🤪 So sah ich die Beiden davon ziehen ohne etwas dagegen unternehmen zu können. Erich der von der Strasse das Ganze beobachtet hatte, unterstütze mich mit Hopp – Rufen. So kämpfte ich mich den Anstieg hoch, von den Beiden war nichts mehr zu sehen. Jetzt die Abfahrt. Zuerst neben der Strasse, dann hinter dem Vermuntsee entlang bevor wir danach die Strasse kreuzten und praktisch senkrecht durch eine Geröllhalde ins Tal fuhren bzw. wanderten.😬🙈

Bei der Fusspassage konnte ich zu De Groot aufschliessen und sie auch schon bald überholen. Weiter runter an der Verpflegungszone bei der Mautstelle/Partenen vorbei, jetzt nochmals einen Trail, der sich dem Hang entlang schlich, mit vielen Wurzeln, nicht wirklich was ich nach 110 km noch haben muss, aber wie dem auch sei, ich meisterte ihn nicht schlecht, jedenfalls war De Groot noch nicht aufgeschlossen. Doch unten auf der Hauptstrasse angekommen, erwarteten mich die letzten 20 km das ganze Tal wieder nach vorne bis ins Ziel in Schruns. Also Kette rechts und voll Gas. Der Regen hatte mittlerweile wieder aufgehört und die Regenjacke musste runter, aber mit möglichst wenig Zeitverlust!

Ich gab wirklich alles, was noch möglich war, doch Pintaric konnte ich leider nicht mehr aufholen, aber dafür meinen zweiten Rang sicher ins Ziel bringen. 👍😊

Nach 6:50 Stunden erreichte ich erschöpft aber zufrieden das Ziel. Erwartet wurde ich bereits von Fabienne, Stephan und Erich erwartet, die mich so toll unterstützt und betreut haben. 🙏🙏🙏

Vielen Dank allen, die zu dieser tollen Woche hier im Montafon beigetragen haben. Danke auch dem Montafoner Tourismus, für die tolle Zusammenarbeit und alles was sie für mich gemacht haben.🙏🙏🙏

Leider ist das Wetter heute nicht so toll, aber vielleicht gerade perfekt für einen RUHETAG mit Massage und Wellness.