Schweizermeisterschaft Marathon in Einsiedeln

Schweizermeisterschaft Marathon in Einsiedeln

Wie jedes Jahr reisten wir am Morgen früh nach Einsiedeln.
Eigentlich wollte ich mir noch den Schluss der Strecke ansehen, doch selbst jetzt, eine Stunde vor dem Start war es nicht klar ersichtlich, wo es durchgehen sollte!🤔

Ich war schon ziemlich nervös, freute mich aber auch auf das Rennen. Es würde sicher ein harter Kampf um den Sieg geben! 🤪

Zuerst der Segen gesprochen vom Pater und dann der Startschuss! Es ging los!
Wenn das Feld gemeinsam die ersten Kilometer dahin rollt, ist das immer sehr eindrücklichund auch etwas medidativ. 😌 Man hört das Rauschen der Pneus auf dem Asphalt, die Sonne ☀️ steht noch tief am Himmel, manchmal verdeckt von einem Nebelschwaden.
Sobald es dann in die erste Steigung geht, zieht sich das Feld in die Länge und es gibt Platz.
Ariane lag einige Meter vor mir, doch immer in Schlagdistanz. Ich wollte nicht zu schnell starten, denn der Weg war weit 101km.

Gemeinsam kamen wir oben an, Ariane sprintete in die Abfahrt, ich etwas verhaltener hinterher. Sie quetschte sich noch an zwei Fahrern vorbei, was mir nicht gelang und schon war sie weg. 😬 So holte sie bis zur ersten Feedzone, nach 20km etwa 20“ heraus.
Doch bereits im nächsten Anstieg fuhr ich wieder zu ihr hin. Ich wollte aber nicht überholen, denn es war noch zu früh um alleine vorne weg zu fahren. Gemeinsam fuhren wir den Anstieg bis Alp Grueb. Wieder entwischte sie mir in der Abfahrt ! 🙈 Nächste Aufholjagd im Anstieg zur Sattelegg 🚲💨 wieder beimihr fuhren wir gemeinsam bis hinaf zum Büel! Danach ging es über die nassen und glitschigen Baumstämme hinunter. Ariane vorne ich hinten, wobei sich wieder ein männlicher Fahrer dazwischen drängte! 😬 Darauf folgte ein kurzer Trail und weiter gings auf sehr losem Schotter rasant zu Tale! 🚲💨 Ich hatte keine Chance Ariane zu folgen. 🙈
Wieder holte sie einige Sekunden Vorsprung heraus. Erneut konnte ich die Lücke wieder schliessen und so fuhren wir bis zur Weisstanne gemeinsam hoch. Direkt an ihrem Hinterrad fuhr ich in die nächste Abfahrt, denn unten kam die „Fläche“ nach Studen-Dörfli weiter bis zum Aufstieg nach Oberiberg, und da war es von Vorteil nicht alleine zu sein. So wollte ich versuchen an ihr dran zu bleiben, doch ich hatte keine Chancen, 😬 es war mir schlicht zu schnell! Ich hatte wirklich Angst 😜 mit diesem Tempo runter zu fahren! 🙈 so fand ich mich unten schliesslich alleine wieder, während sie diesen anderen Typen mit dabei hatte! 😬 Das frustrierte mich schon etwas und ich dachte, so das Rennen ist gelaufen. 😓 Als ich dann bei der Verpflegung auch noch den Bidon fallen liess 🙈 – passte ja super! 😜
Just in dem Moment als ich wieder auf dem Bike sass kamen zwei Fahrer von hinten und ich konnte mich ihnen anschliessen. 🚲🚲🚲💨 Das war gut für die Moral! 😉
Als es in den Aufstieg ging war Ariane doch schon ein gutes Stück vor mir! Ich versuchte meinen Rhythmus zu fahren und tatsächlich kam ich ihr immer näher! In den steilen Kehren vor der Tragepassage zum Adlerhorst, versuchte ich einen Angriff und schaffte es tatsächlich eine Lücke aufzumachen. Auch im „flachen“ Zwischenteil zur Fuerderegg holte sie mich nicht auf! Dies beflügelte mich etwas und ich war wieder im Rennen! 👍 Den Bergpreis auf dem Spierstock konnte ich dann für mich entscheiden! 😊 Jetzt folgte die „schwierigste“ und pannenanfälligste Passage des Rennen. Trotzdem wollte ich nicht zu langsam fahren und tatsächlich konnte ich mich bis Ibergeregg an der Spitze behaupten! Wau ein weiterer Teilerfolg! 👍🤪 Doch noch vor dem letzten Trail hinunter zum Bruni war sie wieder da!😬 Obwohl auch sie nicht alles fahren konnte, war sie wohl auch zu Fuss, schneller unterwegs als ich! Jedenfalls konnte ich sie im Bruni unten nirgends entdecken. Da muss sie dann wohl den Turbo gezündet haben, während ich in ein Loch gefallen bin! Der Kopf war müde 😓 der Beine leer! Es war ein richtiger Kampf diese Steigung zu meistern. Zudem neigte auch mein Bidoninhalt dem Ende zu und ich hatte das Gefühl nicht genug Energie zuführen zu können um den Motor nochmals zünden zu können!
So quälte ich mich schliesslich die letzten beiden Steigungen! Als ich die letzte Abfahrt hinunter nach Einsiedeln fuhr hatte ich Tränen in den Augen, aus Frust und Enttäuschung! 😢
So konnte ich mich auch nicht über den 2. Rang freuen und fuhr gleich hinten raus. Ich brauchte etwas Abstand!

Auch jetzt bin ich noch enttäuscht, dass ich die Titelverteidigung nicht geschafft habe! Doch Ariane war gestern einfach besser als ich! Ich gratuliere ihr ganz 💖lich zum Schweizermeistertitel 🇨🇭 sie hat ihn verdient!

Danke auch allen Fans, die den Weg nach Einsiedeln auf sich genommen haben und mich so toll angefeuert haben! 🙏🙏🙏
Speziell gefreut hat es mich, dass meine beiden Gotti Mädchen mit Familie und meine Eltern mit dabei waren!

Danke Erich fürs Betreuen und trösten! 💖😍😘