4islandmtb – stage – race

4islandmtb – stage – race

Schon lange geplant war, dass Cony und ich auch dieses Jahr das 4islandmtbstagerace zusammen fahren würden. Nachdem wir bereits letztes Jahr gemeinsam dort waren, freuten wir uns auf das Rennen und hofften, diesmal alle 4 Inseln befahren zu können.

Doch dann knapp eine Woche, bevor wir losfahren wollten, erhielt ich die Nachricht von Cony, dass sie nicht fahren könne!! Als ich diese Nachricht auf meinem iPhone las, hätte ich schreiben können und Tränen stiegen mir in die Augen. Das durfte doch einfach nicht wahr sein….. nach dem Aus am TankwaTrek und dem Aus am Cape Epic soll jetzt auch noch dieses Rennen ins Wasser fallen?! Ich konnte und wollte es nicht glauben.

Sobald ich Zeit hatte (war gerade am Arbeiten im Fitness!) rief ich Cony an und hörte sofort, dass etwas nicht stimmte! Wir redeten miteinander, und ich versuchte sie zu überzeugen, dass es auch für sie das Beste sein würde, trotzdem zu kommen und einfach so schnell zu fahren, wie es für sie möglich sein würde. Sie versprach mir, es sich nochmals durch den Kopf gegen zu lassen und ich hoffte…..

Dann endlich am Abend des nächsten Tages die erlösende Nachricht, sie komme mit!!

Da Cony aber nicht mit zur EM in Spilimbergo kommen würde, nach dem Rennen in Kroatien, fuhren wir mit zwei Autos nach Omisalj wo wir auf’s Schiff gingen.

Am Dienstag stiegen wir auf Schiff und fuhren damit zum Ausgangspunkt der ersten Etappe nach Baska.

 

  1. Etappe: Insel Krk: Von Baska auf den Mond und zurück

Obwohl das Rennen dieses Jahr als ein UCI S1 Rennen ausgeschrieben war,  waren nicht sehr viele Frauen Teams mit dabei, nicht desto Trotz wollten wir unser bestes geben, aber gleichzeitig nicht zu viel Druck aufbauen, denn das musste ich Cony versprechen!

Also gingen wir mit freudiger Erwartung am Mittwoch Morgen zum Start. Zum Glück wussten wir schon in etwa, wie alles abläuft und konnten und uns so von der Stimmung am Start tragen lassen, ohne zu stark nervös zu werden.

Dann endlich der Startschuss… die beiden Ghost-Girls traten gleich ziemlich in die Pedalen und ich als „langsam Starter“ musste mich etwas sputen. Doch zum Glück ging es auch bald schon bergauf, was mir entgegenkam und schon konnten wir die Spitze des Frauenfeldes übernehmen.  Doch das hiess noch absolut nichts, denn wir kannten die anderen Teams nicht und so hiess es für uns vor allem, unser Rennen zu fahren und uns nicht durch die Anderen verrückt machen zu lassen.

Wir fanden einen guten Rhythmus auf dem Weg hinauf zum Mond. Zuerst auf Asphalt schlängelte sich später der Trail in Serpentienen durch den Wald hinauf zum Mond. Oben angekommen, erwartet uns ein ruppiges Terrain… Trails schlängelten sich durch die steinige Landschaft gefolgt von etwas breiteren Wegen überquerten wir den Mond. Die Landschaft war einfach grandios und liess einem die Strapazen vom Aufstieg vergessen! Nach einer kurzen Abfahrt ging es schliesslich hinauf zum höchsten Punkt der heutigen Etappe auf den Pass Treskavac, wo sich auch die erste Verpflegung befand. Frisch gestärkt noch den letzten Teil hinauf, bevor es danach hinunter ins Tal nach Punat ging, auch hier wechselten sich Trails mit schnellen Passagen ab und viel zu schnell waren wir unten.

Von Punkt ging es richtig steil hoch, danach auf einer kleiner Hochebene Richtung Garica weiter hinauf nach Kras zur zweiten Verpflegung. Die „Inselhüpfer“ verpflegten uns gut und so konnten wir schnell weiterfahren, vielen DANK!

Weitere Trails folgten, zum Teil musste man sich den Weg suchen,  zwischen den Steinen durch, teils musste man auch etwas fester in die Pedalen treten um eine Stufe überwinden zu können. Doch es machte Spass. Auch runter konnten wir es richtig krachen lassen, doch zu viel wollten wir dann auch nicht riskieren, denn ein Sturz oder ein Platten würde uns viel mehr Zeit kosten, als wenn wir etwas langsamer fuhren (natürlich nicht zu langsam!).

Bei Vrbnik startete der letzte Anstieg des heutigen Tages, dieser Anstieg ging meistens auf einen Trail hoch und man musste sich gut konzentrieren wollte man fahren anstatt das Bike zu schieben. Das Meiste konnte ich fahren und auch die Abfahrt schlängelte sich zu Beginn auf einem Trail über Lichtungen und um Büsche talwärts. Viel zu schnell kamen wir auf die Asphaltstrasse, die uns durch D.Bascanska weiter Richtung Ziel führte. Der letzte Teil war dann nochmals auf Feldwegen und kleinen Wegen zwischen den Steinmauern durch bis zum Meer und ins Ziel in Baska.

Glücklich über den ersten Etappensieg stellten wir uns in die Reihe zum Bikewash (denn das mussten wir selber erledigen – nach dem Moto „Selbst ist die Frau“ 😉

 

 

  1. Etappe: Insel Rab: Rund um die Insel – Rund um die Welt

Am Morgen in der Früh startete unser Boot, die Harmonia, von Baska nach Lopar, auf der Insel Rab, wo der Start der 2. Etappe erfolgte.

Leider zeigte sich das Wetter von seiner garstigen Seite und es regnete recht heftig, sodass sich vor allem mal die Frage stellte, was soll man anziehen. Da ich nicht gerne friere, kleidete ich mich eher etwas warm, sprich: Tricot, Armlinge, Gilet und Regenjacke, sowie Stirnband, Knielinge und Regenhosen. Auf das Einfahren verzichteten wir, denn wir entschieden, dass es nichts bringt bereits nass am Start zu stehen, denn nass würden wir noch schnell genug sein.

Der Start erfolgte von der Fähre, die die anderen FahrerInnen zum Start gebracht hatte. Und wie gedacht, wurden wir bereits auf den ersten Metern von unten, von oben und von vorne nassgespritzt.

Die Insel Rab kannten wir noch nicht und so waren wir mega gespannt, was uns erwarten würde. Leider konnte man vor allem von der Landschaft nicht sehr viel sehen doch war wir unter den Rädern hatten, machte Spass. Durch den starken Regen, war der Boden ziemlich weich und matschig, dies machte die Trails anspruchsvoller zu fahren. Doch irgendwie machte es trotz Regen Spass. Die Anstiege waren meist ziemlich kurz und es war ein ständiges auf und ab. Das war eigentlich ganz gut, so kühlte man nicht aus und war immer am Arbeiten. Der nasse Untergrund machte es auch anstrengender zu fahren. Doch wir versuchten unsere Position zu halten und gaben unser Bestes!

Die Trails waren wirklich cool, rutschig und steinig, doch wir kamen einmal mehr ohne Sturz über die Runde.

Der Endspurt war über den Strand zurück nach Lopar. Wegen des Regens schickten uns die Veranstalter gleich nach dem Bikewash zurück in unsere Unterkunft, denn so voll durchnässt war es schon ziemlich chilli!!

Zurück auf dem Boot wartete zum Glück eine heisse Dusche auf uns und danach hiess es die Kleider etwas auswaschen und irgendwo in der kleinen Kabine zum Trocknen aufzuhängen, da wird man richtig erfinderisch 😉

Als Cony ihr Bike machen ging, realisierte sie, dass ihre Bremsbelege ganz abgefahren waren und sie neue einsetzen musste. Doch das Problem war, dass sie nicht die Richtigen mit dabei hatte. Ich konnte ihr leider nicht aushelfen, da ich nicht die gleichen Bremsen fahre.

Jetzt begann das Suchen nach Ersatzbremsbelegen, denn der offizielle Bikeservice konnte nicht weiterhelfen!

Ich versuchte all meine Kontakte spielen zu lassen, doch niemand konnte uns weiter helfen! Denn das nasse und sandige Terrain hatte nicht nur Cony’s Bremsbeläge gefordert sondern noch so viele andere!

Bis zum Schlafen gehen hatten wir noch keine Gefunden und so mussten wir auf das Versprechen der Mechaniker hoffen, dass sie die ersten Bremsbelege bekommen würde – denn immerhin hatte sie ihre „falschen“ zur Verfügung gestellt und einen feinen Kuchen haben wir ihnen auch noch gebraucht! Mehr konnten wir nicht tun! Also hoffen dass es klappt! Das war nicht so ein beruhigendes Gefühl um gut schlafen zu können….

 

  1. Etappe: Insel Cres: Merag nach Osor

Wieder am Morgen früh fuhren wir mit der Hamonia von Lopar nach Merag. Das Schöne auf dem Boot zu sein ist, dass wir gemütlich Frühstücken konnten, während das Boot uns zum Start fuhr. In Merag mussten wir die Harmonia aber bereits um 9.15 Uhr verlassen, das sie wieder auslaufen musste, um der Fähre Platz zu machen.

Zum Glück war das Wetter wieder besser und so konnten wir an der Sonne auf die Fähre warten. Wir waren schon etwas angespannt, denn mit der Fähre sollten die Bremsbeläge für Cony’s Bike kommen. Ob es wirklich klappen würde oder nicht, wussten wir nicht und wenn falls nicht, waren wir am A….. Die Nervosität war spürbar, denn wir waren bei weiten nicht die Einzigen, die hoffnungsvoll auf die Fähre warteten.

Dann endlich fuhr die Fähre ein!! Mit suchenden Blicken strömten die Menschen dem Fährenausgang entgegen. Da das Giant-Auto! Alle folgten diesem! Doch der Fahrer meinte, er hätte die Bremsbelege nicht! WAS!!??

Cony und ich entschieden, dass wir uns aufteilen würden….. und so wartete ich beim Auto, während sie in den Bauch der Fähre ging um zu schauen, ob sie dort erfolgreich sein würde. Dann endlich kam der erlösende Moment, als der Mann mit der Schachtel voller Bremsbelege kam. Ich bekam tatsächlich als erste die Belege und ging sofort zurück zu unseren „Inselhüpfer“ Mechaniker, die die Belege dann wechselten. Jetzt schaute ich mich nach Cony um und ich konnte den Stein fallen hören, der von ihrer Brust fiel als ich den Daumen in die Höhe hob!!

So wurden 20 Minuten vor dem Start also noch die Bremsbelege gewechselt und pünktlich um 10.30 Uhr konnten wir starten.

Die Etappe führte uns heute Merag gerade mal einen langen Aufstieg hinauf! Zum Anfang etwas steile führte uns der Weg dann in einer angenehmen Steigung hinauf. Danach folgte ein super cooler Downhill über steinige Trails, bei denen ich das eine oder andere Mal die Pobacken zusammenkneifen musste, doch ich hatte Spass! Weiter gings durch Cres und durch Olivenhaine immer leicht ansteigend (z.T. auch steile aber kurze Rampen) bis nach Valun zur ersten Verpflegung. Von dort nochmals einen längeren Anstieg auf Asphalt und Schotter. Dann auf und ab und schliesslich ein Traum von einem Trails  hinunter nach Martinscica – wau war der cool!!

Zuerst folgte nun ein Stück auf der Strasse bevor es wieder auf Schotter zwischen Steinmauern durch weiter nach Ustrine zum zweiten Verpflegungsposten ging! Nochmals auffüllen und die letzten Kilometer in Angriff nehmen.

Da sie die Strecke wegen der starken Regenfällen etwas kürzen mussten, kam das Ziel etwas 5km früher als geplant. Die letzten Meter führten durch die schmalen Gassen des Städtchens Osor.

Auch diese Etappe konnten wir gewinnen!!

Unsere Boote waren noch nicht vor Ort, doch das machte nichts, denn auf dem Dorfplatz wartete ein feines Buffet zum Schlemmen!

Noch am Abend liefen wir mit unseren Booten aus zur letzten Insel: Mali Losinj

 

  1. Etappe: Insel Mali Losinj: Still Single …. after all these years

 

Die letzte Etappe war „nur“ 40km doch auch die mussten zuerst gefahren werden! Wie ich  noch in Erinnerung hatte, mussten wir einen richtig steilen Anstieg bezwingen.

Gestartet wurde auf der Piazza von Mali Losinj zuerst dem Meer entlang bevor wir in den ersten Anstieg einbogen. Es ging hoch ziemlich rhythmisch und dann der erste Downhill, der war richtig steil runter und auf sehr losen Steinen, nicht wirklich was ich liebe, so nahm ich auch bewusst etwas Tempo raus, denn ich wollte die Kontrolle über mein Bike nicht verlieren und zudem hatten wir genügend Vorsprung um es etwas „gemütlicher“ angehen zu lassen.

Dann folgte ein Trail entlang des Meeres, der war richtig steinig und immer wieder schien ein Steinhaufen vor uns zu liegen, den wir bezwingen mussten. Zum Glück wurde dieses Jahr gestaffelt gestartet, sodass es nicht so zu Staus kam, wie noch letztes Jahr.

Weiter über Steinfelder, das war wirklich sehr anstrengend zu fahren und erforderte sehr viel Konzentration kamen wir schliesslich zu diesem steilen Anstieg. Auf Betontreifen fuhren wir da hinauf.

Oben angekommen fuhren wir ein kurzes Stück auf der Strasse bevor wir in den nächsten Trail einbogen, auch dieser war gespickt durch lose Steinfelder und smoothen Trails. Es war cool und kurzweilig. Am Fusse dieser Abfahrt war dann schliesslich der erste Verpflegungsposten …. doch wir waren gar noch nicht ganz unten, voll coo!! Nochmals über einen ruppigen Trail gings runter bis zum Meer! Von jetzt an ging es nur noch auf und ab entlang der Küste, auf Trails durch den Wald, kurze und knackige Anstiege, viele Kurven, Richtungsänderungen….. bis wir von Vela Straza dem Ufer entlang zum Ziel in die Bucht Suncana Uvala fuhren! Die letzten Kilometern mussten wir uns nochmals so richtig verdienen, denn der Wind kam voll von vorne! Dann plötzlich 2km vor dem Ziel wurde abgewunken, wir waren soeben über die Ziellinie gefahren! Etwas verwirrt schauten wir uns an!

Natürlich freuten wir uns über den 4. Etappensieg, doch die Zieleinfahrt war doch etwas speziell!

Ja so konnten wir also auch dieses Jahr das Rennen gewinnen!! Es hat wirklich Spass gemacht und die Trails und die Landschaft hier sind einfach unglaublich cool!!

Ein grosses Dankeschön geht auch dan die Crew von den „Inselhüpfen.de“ die uns so richtig verwöhnt haben auf dem Boot!! Es war super angenehm und das Essen war spitze! Auch die Betreuung während der ganzen Woche angeführt durch Lucia war SUPER!! DANKE VIELMALS!

Ich hoffe bald wieder mit dabei sein zu können!