Bike Transalp von Mayrhofen nach Riva del Garda

Bike Transalp von Mayrhofen nach Riva del Garda

Da ich mich mit meinen Laptop leider nicht mit WLAN verbinden konnte während der Transalp – Woche ist mein Bericht erst heute aufgeschaltet, sorry 🙉 aber jetzt  könnt ihr die ganze Woche nochmals nacherleben 😉 viel Spass beim Lesen!!

 

  1. Etappe: Mayrhofen – Brixen

9 Uhr Start zur 1. Etappe der diesjährigen Bike Transalp. Da keine Startliste vorhanden war, wussten wir auch nicht, wer und wie stark unsere Konkurrenz ist?! So starteten wir vom Block A aus, zuerst ging es „neutralisiert“ ca. 4km zum Fusse des Aufstiegs hinauf zum Schlegeis Speichersee, von wo aus das Rennen freigegeben wurde. Bis hinauf zum Stausee waren es ca. 25km. Dort wurden wir von Bea und Hansjörg verpflegt, wohl das einzige Mal heute, denn wegen einer Bombenentschärfung im Gebiet von Sterzing, sollte der Brennerpass bis ca. 9.30 Uhr gesperrt sein, sodass unsere BetreuerInnen keine Chancen hatten an die Strecke zu kommen. Doch bereits am Start wurde die Entwahrung bekannt gegeben, der Brennerpass sei bereits wieder offen, doch da unsere Betreuer nicht alle beim Start anwesend waren, bekamen sie diese Infos auch nicht und wir machten es wie geplant!

Mit zwei vollen Bidons machten wir uns auf Richtung Pfirscherjoch, dem höchsten Punkt der heutigen Etappe! Nach etwas mehr als 30km hatten wir es geschafft!! Jetzt folgte eine lange und wohlverdiente Abfahrt auf Schotter hinunter nach St. Jakob in Pfitsch…. weiter das Tal hinaus nach Sterzing. Hier wurde ziemlich schnell gefahren und ich kam an den Anschlag mit meiner Überstetzung, sodass wir schliesslich abreisen lassen mussten. Doch schon bald befanden wir uns wieder in einer Gruppe, diesmal mit einem Mixed-Team zusammen, was besser für uns war, denn das Hinterrad der Frau konnten wir halten! So waren wir breits nach ca. 3 Stunden in Mauls, wo es in den zweiten langen Aufstieg hinauf zum Valser Jöchl ging. Hanna schaffte es sogar zur Verpflegung, und so konnte ich meinen leeren Bidon abgeben, brauchte aber keinen Neuen! Doch die Unterstützung am Strassenrand tut immer gut! 😃

Dieser Anstieg war nochmals ca. 10km lang und es war zäh!! Jennie hatte wirklich zu kämpfen und ich musste schauen, dass ich ihr nicht davon fuhr, wie es einige Andere machten, was sich aber nicht wirklich auszahlte. Als wir bereits eine Weile unterwegs waren, kam uns ein Motorrad entgegen und ich dachte mir, dass wir wahrscheinlich noch etwas schieben müssten und so war es dann auch, ungefähr den letzten Kilometer ganz hinauf zum ValserJöchl musste das Bike getragen werden. Dafür wurden wir danach mit einem super schönen flowigen Trail belohnt!! 😃 Dieser erste Trail war richtig cool und zauberte auch Jennie ein Lächeln auf die Lippen!! 😃 Doch ab der Nockalm mussten wir noch unzählige Gegenanstiege bewältigen, bevor es endlich richtig runter ging! Die Trails waren richtig tricky und cool und wir hatten Spass! Wieder auf dem Schotter, kurz vor Schabs erwischten wir dann noch den falschen Abzweiger und machten einige extra Meter, bis wir merkten, dass wir falsch waren. Also drehten wir um und fanden schliesslich auch noch den richtigen Abzweiger 😉 Von Schabs nach Brixen waren es dann nochmals einige wenige Höhenmeter, doch diese waren nicht mehr wirklich so schlimm!

Schliesslich kamen wir nach 5:20 Stunden als Etappensiegerinnen ins Ziel!

Nach einem Fussbad im Brunnen nach der Ziellinie und einem kurzen Recoveryride zurück zum Zeltplatz geniesse ich nun die Massage! Damit es morgen wieder rund läuft!!

 

  1. Etappe: Brixen – St. Vigil

Auch heute starten wir wieder direkt mit einem langen Aufstieg, auf 20km hatten wir 1600hm zu bezwingen! Zuerst noch auf Teerstrasse ging es nachher auf der Skipiste in Kehren hinauf zur Rossalm. Etwas vorher standen Hansjörg und Bea und gaben uns einen neuen Bidon! DANKE! Ich machte noch schnell einen Stopp bei dem Verpflegungsstand und weiter gings die letzten Kilometer bis zur Rossalm. Jennie hatte etwas Mühe (so lange Anstiege am Stück ist sie sich nicht gewohnt!) und so konnte ich die Aussicht geniessen 😉 Von vielen Fahrer und einigen Fahrerinnen wurden wir überholt, doch leider ging es nicht schneller! Oben angekommen stachen wir direkt in einen Singletrail. Am Anfang musste man noch einige Male vom Bike, da es sehr verblockt war 😳 (sogar der Motorradfahrer musste schieben 😅) danach folgten einige tolle Trails bis hinunter nach „Skihütte“. Danach ging es auf Asphalt rasant hinunter bis wir zum nächsten Anstieg hinauf zum Würzjoch kamen. Die Abfahrten sind zum Teil schon etwas grenzwertig, da richtig schnell gefahren wird und plötzlich nach einer Kurve kommt dir ein Auto entgegen!! 😳 Aber alles ging gut und wir nahmen den nächsten Anstieg in Angriff. Ich fand ihn richtig gut, schleichend ging er nach oben, eigentlich was Jennie gerne mag, doch sie hatte schlicht nicht die Power um Druck zu machen. So hatte ich etwas mehr Zeit, die Landschaft zu geniessen und die war wirklich wunderschön. Da hatte es so kleine Hütten (wahrscheinlich waren dies früher mal Ställe, die zu kleinen Ferienhütten ausgebaut wurden), die einfach wunderbar in die Landschaft passten und dann die Dolomiten …. ich konnte mich kaum sattsehen!!

Schliesslich erreichten wir das Würzjoch, wo es zuerst über die Skipiste schnell und ruppig hinunter ging, dann etwas Trail bevor ein kurzer Gegenanstieg auf Teer folgte, nochmals ein schnelle Abfahrt und dann ein STEILER Anstieg zum Col da Ermo, dies war nochmals ein Härtetest 😉 Mittlerweile waren wir immer etwa mit den gleichen Männer unterwegs und ich unterstützte Jennie damit wir den Anschluss nicht verloren! Nochmals runter auf Strasse ein kurzer Gegenanstieg und dann auf dem Radweg St. Vigil entgegen, dieser Radweg war wirklich schön gelegen, hatte viele Kurven und war noch cool zu fahren (natürlich kein Singletrail 😉)

Von Zwischenwasser ging es dann nochmals 200hm bis zum Ziel und damit wir in der Gruppe bleiben konnten, schob ich Jennie etwas, denn sie war nun wirklich am Ende…. zum Glück war auch die Etappe zu Ende 😉 Aber trotzdem konnten wir den 1. Rang herausfahren und somit unseren Vorsprung nochmals etwas vergrössern! Bravo Jennie gut gekämpft!!

Jetzt hoffe ich, dass sich Jennie gut erholen kann und wir morgen wieder etwas weiter vorne mitfahren können, das wäre cool!! Morgen soll eine tolle Etappe werden und da wäre es schon cool, wenn wir da nicht zu weit hinten wären in den Trails! Aber wir werden sehen und es nehmen wie es kommt!!

 

  1. Etappe: St. Vigil – St. Christina

Heute morgen starteten wir eine Stunde früher, wegen den vielen Wanderer! Der Start von St. Vigil ging hinauf Richtung Pederü weiter nach Fanes Hütte zum Limojoch. Heute konnten wir ziemlich lange mit dem Feld mitfahren, das freute mich sehr! Ich fühlte mich zwar nicht so wohl im Feld, doch jeden Kilometer, den wir so absolvieren konnten, war gemacht! Nach und nach fiel das Feld auseinander, doch wir konnten ein gutes Tempo fahren, zwar konnten wir nicht ganz mit dem schnellsten Mixed – Team mithalten, doch wir waren bedeutend schneller unterwegs als noch gestern!!

Als wir so das Tal hinauffuhren, die Szenerie war einfach unglaublich, die Berge, die Felsen, das Wetter, einfach alles passte und war zauberhaft schön ….. und ich dachte einmal mehr, es ist schon toll, dass ich so Rennen fahren kann!! Da lohnt sich das  Trainieren immer wieder und ich hoffe ich kann noch oft solche Rennen fahren!!

Die letzten Meter hinauf ins Limojoch waren dann noch richtig steil und etwas tricky zu fahren, doch ich schaffte es raufzufahren 😃 YEAH!! Danach ging es auf und ab zum Tadegajoch, das war richtig schön und einfach gemacht zum Geniessen!!!

Danach folgte eine Tragepassage bergab 😝 da wir durch ein Naturschutzgebiet gingen. Schade dass sich nicht alle FahrerInnen daran hielten und es bevorzugten zu fahren!! obwohl ganz klar gesagt wurde, dass man bis zum Schild „Ende Tragepassage“ gehen müsste!! Die war auch unfair gegenüber jenen, die sich an die Regeln hielten, denn fahrend war man klar schneller!! 😬 Fast zu unterst notierte ein Streckenposten jene Nummern, die gefahren sind, bin mal gespannt ob das Konzequenzen hat oder nicht, denn mir wäre das Fahren auch viel einfacher gefallen als das Schieben. Doch auch wir kamen auf Capanna Alpina an wo die erste Feedzone war, dort standen Erich und Hanna um uns zu verpflegen. Auf Strasse, Schotter und kurzen Trails führte uns die Route weiter hinab nach Stern, dann einem Bach entlang nach Corvara in den Aufstieg zum Grödnerjoch. Da fuhren wir dann einen Teil der „Hero Sella Ronda“ aber in entgegengesetzter Richtung, was anstrengender war als einfach runterzupretschen! 😉 Jetzt wurde es wieder zäh für Jennie und ich musste einen oder zwei Gänge runterschalten, damit ich nicht zu schnell fuhr 😉 Die letzten ca. 4km bis zum Joch waren dann noch auf Asphalt, so dass es wenigstens rollte 😉 Oben wurden wir von Bea und Hansjörg empfangen, die uns zum zweiten Mal am heutigen Tag verpflegten. Das Höhenprofile hatte ich dann aber nicht so genau im Kopf, meinte ich doch, dass es jetzt runter gehen würde 😳 dem war dann aber nicht ganz so! Zwar ging es zuerst vielleicht etwa 4km runter auf coolen Trails, dann etwas auf und ab bis wir die Hauptstrasse gequert hatten. Von Plan del Gralba mussten wir aber nochmals ca. 400hm rauf zum Sellajoch und zur Steinernen Stadt und dieser Aufstieg hatte es in sich, er hatte steile Rampen, tricky Trails und viele Wanderer, die es zu umfahren galt. Jennie war nun wirklich am Anschlag und so musste ich immer wieder warten, denn ich musste schon meinen Tritt fahren, wollte ich nicht schieben und das wollte ich definitiv nicht, geschoben habe ich heute schon genug!! Oben auf dem Sellajoch war die Beschilderung dann nicht wirklich toll und rund um uns konnten wir keine Biker mehr sehen, nur überall Wanderer und Spaziergänger! 🤔 sodass wir doch etwas Mühe hatten den richtigen Weg zu finden 😋 endlich fanden wir ihn aber doch noch! 😎 schlängelten und durch die Wanderer durch, und hatten endlich wieder freie Bahn!! Rasant ging es die Skipisten runter bis Monte Pana! Auf einem letzten wirklich schwierigen Trail ging es hinunter nach St. Christina, dem heutigen Zielort!

Wieder gewonnen, doch von den Zeiten noch keine Ahnung!

 

  1. Etappe: St. Christina – Kaltern

Gleich von Beginn an ging es steil hoch bis nach Monte Pana, ich kam gut weg und hätte gut mit der Spitze mithalten können, doch dann ein Blick über die Schulter zurück, zeigte mir, dass meine zweite Hälfte fehlte 😳 da war keine Jennie mehr 🙈 also nahm ich den Druck von den Pedalen, damit sie wieder zu mir aufschliessen konnte, trotzdem bildete sich immer wieder eine Lücke zwischen uns, doch ich konnte wirklich nicht langsamer fahren. So wartete ich jeweils, wenn es wieder etwas flacher wurde. Doch wir kamen recht gut bis zum Kompatsch, von dort ging es zuerst auf Asphalt wirklich rasant einige Kilometer runter, auch da war ich schneller, denn mit dem Sattel unten wurde mein Bike richtig schnell 😅 Dann beim Einstieg in den Trail kam es zum erwarteten Stau, denn wir mussten unser Bike zuerst über eine Absperrung tragen. Danach ging es einen coolen Trail runter, zum Teil hatte er richtig steile Passagen, dann wieder flowig schnelle Teile, mir hat es total gefallen, doch auch hier büssten wir etwas Zeit ein L. Danach ging es auf und ab mit zwei drei giftig steilen Anstiegen über St. Vigil, St. Anton, Völser, Ums, Weiher, Schnaggenkreuz hinunter nach Tieser Tal.

Dort startete der zweite lange Anstieg des heutigen Tages, hinauf zur Lärchegg, auch hier war es teilweise sehr steil und dies verlangte Jennie alles ab, doch sie kämpfte sich tapfer die Aufstiege hoch. Bei so steilen Anstiegen ist es schwierig für mich langsam zu fahren, da ich grundsätzlich eine höhere Kadenz fahre und somit einfach etwas schneller bin. Der Trail runter war dann nicht ganz einfach, sodass Jennie sich nicht wirklich erholen konnte! Von Unterbirchabruck ging es dann in den nächsten langen Anstieg hinauf nach Deutschnofen. Ich versuchte Jennie immer wieder etwas zu schieben, und sie möglichst moralisch zu unterstützen, doch es war nicht einfach. Doch auch das schafften wir gemeinsam und runter gings auf Schotter bis Brantental von dort auf Radweg nach Leifers. Nach diesem Hauseggenrennen in Leifers lagen nun 10km Fläche vor uns. Wir waren alleine, doch vor uns konnte ich ein anderes Team sehen. Da Jennie ihre Kräfte für den letzten Gegenanstieg und für den Schlussanstieg hinauf zum Ziel sparen musste, übernahm ich die Führungsarbeit. Doch die Fläche ist ja nicht meine Stärke, trotzdem gab ich alles und ich schaffte den Anschluss. Nach einer kurzen „Verschnauf“-Pause half ich bei der Führungsarbeit mit und so konnten wir uns zu dritt abwechseln. So absolvierten wir diese 10km bis Leimburg ziemlich schnell und vor uns lag der Anstieg hinauf zum Kreither Sattel, es war ziemlich steil, doch ich wollte versuchen, an den Beiden dran zu bleiben, also schob ich nochmals ein bisschen. Gemeinsam oben, verloren wir den Anschluss ein wenig beim Runterfahren auf Trails….. jetzt noch die letzten Kilometern hinauf zum Ziel, diese zogen sich richtig in die Länge und es schien nicht enden zu wollen!! Endlich konnten wir die Ziellinie ein weiteres Mal als erstes Frauenteam überqueren!! Gut gekämpft Jennie!! Kopf hoch!! Im Ziel brauchte es dann noch einige tröstende Worte, denn Jennie war ziemlich enttäuscht und hatte das Gefühl, sie könne nichts!! Doch dem ist gewiss nicht so, man ist halt einfach nicht immer gleich gut drauf!! Doch wir sind ja immer noch vorne und konnten auch heute unseren Vorsprung weiter ausbauen!! Abschalten und auf andere Gedanken kommen um voll motiviert morgen wieder am Start zu stehen !

 

  1. Etappe: Kaltern – Trento

Die heutige Etappe startete mit der wohl längsten „neutralisierten Strecke“. Gemeinsam im Feld fuhren wir ganze 16km bis zum Aufstieg nach Neumarkt. Da musste man schon bei der Sache sein, damit es nicht zu einem Sturz kommt, denn einige Fahrer denken doch immer wieder, dass sie schneller seien als das Feld L naja, jedenfalls schafften wir es ohne weiteren Zwischenfall bis zum „Startschuss“. Bis Kilometer 32 ging es nun hoch, Asphalt und Schotter wechselten sich ab. In Mühlen war dann die erste offizielle Feedzone und weil es heute so richtig heiss war, entschied ich mich meinen Bidon auffüllen zu gehen, während Jennie weiterfuhr. Mit einer Hand voll Nüssen kämpfte ich mich wieder nach vorne zu Jennie. Endlich waren wir oben beim Gfrillner Sattel. Von da an ging es auf und ab. Bei Gfrill wurden wir von Hansjörg und Bea verpflegt und weiter rauf zum Valdonega. Heute war etwas mehr Druck bei Jennie zu spüren und wir kamen besser voran. In den flacheren Passagen versuche ich vorne weg zu fahren, sodass sie in meinem Windschatten fahren konnte und im Aufsteig versuchte ich, sie das Tempo machen zu lassen!! Von Laga Santo an ging es über Teer steil runter bis Sovina und dann über Trails und Waldwege auf und ab bis hinunter nach Lavis. Jetzt lag noch ein Auftieg vor uns, 10km hinauf zum Monte Calisio. Anfangs noch auf Strasse bogen kurz nach Meano auf einen mehr oder weniger steilen Waldweg ein. Meine Füsse schmerzten immer mehr und ich wusste bald nicht mehr wie ich pedalen sollte. Ich öffnete meine Schuhe etwas, doch irgendwie nützte das auch nichts. Es tat einfach höllisch weh!! Irgendwann versuchte ich meine Zehen im Schuh zu bewegen, zuerst schmerzte es fast noch mehr, doch dann wurde es etwas besser, solange ich sie bewegte, doch sobald ich aufhörte, kam der Schmerz zurück. Das war wirklich sehr sehr unangenehm!!

Doch auch dieses Problem bewältigte ich und endlich waren wir oben und konnten die schönen Trails runter geniessen (meine schmerzenden Füsse waren vergessen 😉). Die waren zum Teil ganz schön schmal und die Kehren ganz schön eng! Doch es hat Spass gemacht!!

Wieder als erstes Frauen Team im Ziel und heute konnte Jennie auch wieder Lachen!!

Führung also weiter ausgebaut!!

 

  1. Etappe: Trento – Lavarone

Heute stand eine „Sprint“ – Etappe auf dem Plan 😉 oder besser gesagt ein Bergzeitfahren über 49km mit 2002hm aufwärts und nur 1039hm runter! Durch die Stadt Trento war neutralisiert, doch es war relativ schnell, da es bergauf ging! Nach 5.8km gings dann los. Ich hielt mich etwas zurück, damit Jennie gut mitfahren konnte und so ging es zuerst auf Teer und dann auf Schotter hinauf zum Passo Cimirio. Heute wurden wir „nur“ überholt, so schien es zumindest! Es tat mir schon etwas weh im Herzen, all die FahrerInnen vorbeifahren zu sehen! Doch auch wir erreichten schliesslich den Castelet. Von da ging es auf einer schnellen Abfahrt runter, es war ziemlich gefährlich, weil einige Fahrer das Gefühl hatten, sie wären schneller und dann so gefährliche Überholmanöver starteten!! Dann waren sie zwar vor uns, doch bei der nächsten etwas technischen Passage mussten wir dann wegen genau diesen Fahrern warten, weil sie abstiegen 😝

Der nächste Anstieg zum Malga Dos del Bue war steiler und auch abwechslungsreicher auf Schotter, Waldwegen, Trails…. es war schön im Wald, hin und wieder konnte ich ein Schwatz mit dem einen oder anderen Fahrer halten…. dann wieder meinen Gedanken nachhängen und die Aussicht geniessen!

Auf 1100m angekommen ging es hügelig weiter, man musste gut vorausschauen, dass man die Abzweiger nicht verpasste und dass man im richtigen Moment schaltete, wenn es wieder in einen kurzen Gegenanstieg ging….. als wir in Slaghenaufi waren, konnte ich die vorderen FahrerInnen schon wieder runterfahren sehen… doch wir hatten noch den letzten Anstieg des heutigen Tages vor uns, hinauf zum Monte Tablat…. dieser zog sich noch etwas hin, doch endlich oben, ging es im Bikepark runter nach Lavarone ins Ziel!

Auch heute konnten wir einmal mehr gewinnen, doch ich glaube im overal Klassement waren wir doch eher weit hinten 😝

Naja noch ein Tag bis nach Riva del Garda…. morgen heisst es das Ganze noch sicher ins Ziel zu fahren!

 

  1. Etappe: Lavarone – Riva del Garda

Ein letztes Mal einfahren auf der Rolle, ein letztes Mal zum Start gehen, ein letztes Mal auf den Startschuss warten… doch das erste Mal wurden wir als Erste aufgerufen bei der Startaufstellung…. ich war noch gar nicht bereit, war nicht darauf gefasst! 🙉

Dann gings los, neutralisiert bis nach Carbonare, mehrheitlich runter und wir waren die ganze Zeit am Bremsen. Dann wurde der Start hinauf zum Forte Cherle freigegeben…. auf Schotter ging es in den Anstieg, der immer Mal wieder mit steilen Rampen gespickt war. Ich konnte sie alle fahren, obwohl es manchmal ziemlich schwierig war, da wir in einer Kolonne fahren musste, doch geschafft. Dieser erste Anstieg war ca. 400hm danach ging es auf und ab zum Dosso del Sommo. Das letzte Stück war dann so steil und mit so vielen losen Steinen, dass ich das Bike auch noch tragen musste!!

Die Abfahrt war zuerst auf Schotter mit 180° Kurven, wegen der Schotters konnte man da dann nicht Vollgas fahren, sondern musste etwas vorsichtig um die Kurven cruisen 😬🚲💨

Danach kamen einige coole Trails, da hatte ich wirklich Spass. So vernichteten wir gute 1500hm bis hinunter nach Calliano. Von wo wir die nächsten 10km flach zurück zu legen hatten bis nach Rovereto, Isera!!Da es sehr heiss war, war ich froh, als ich im Städtchen unten Hanna sah, mit den Bidons, denn meiner war leer! Von Calliano aus konnten wir mit einem Mixed Team fahren, sodass ich mir mit dessen Mann, die Führungsarbeit teilen konnte. Doch so schnell schienen wir nicht zu sein, denn plötzlich schloss eine Gruppe von hinten zu uns auf und wir wurden in der Führungsarbeit abgelöst. So konnten wir bis zu Fusse des Aufstieges in dieser Gruppe fahren. Doch dann musste Jennie abreissen lassen. So fuhren wir dann unser Tempo den Anstieg hoch, es war auf Teer und es war richtig heiss! Irgendwann musste ich dann auch mein Tempo fahren, denn es wurde immer steiler …. so dachte ich mir, dass ich dann oben bei Monte Faé auf Jennie warten würde. Mein Bidon war schon wieder leer und so war ich froh, als ich oben ankam und die offizielle Verpflegung erblickte. Doch da war eine Zeitmessungsmatte vor der Verpflegung!! So legte ich mein Bike an den Strassenrand, füllte meinen Bidon auf, aws einige Nüssli und Wassermelone und ging zurück zum Bike um auf Jennie zu warten. Da kam sie und nachdem auch sie sich verpflegt hatte, ging es weiter. Wieder etwas auf und ab über Nannone nach Maso Naranch. Endlich standen auch Bea und Hansjörg am Strassenrand und hielten uns unsere Flaschen hin!

Von Maso Naranch ging er zuerst auf einem steilen Trail und danach auf einer steilen Betonstrasse hinunter nach Nago. Die Bremsen glühten und ich war froh, als wir unten waren, ich meine der Trail war ja cool, aber die Betonstrasse, naja! In Naco angekommen mussten wir noch einen Umweg über Arco machen, bevor es zurück nach Riva del Garda ins Ziel ging. Dies waren auch wieder ca. 10km in der Fläche, irgendwie etwas überflüssige Kilometer, fand ich!

Schliesslich erreichten wir auch heute das Ziel als Siegerinnen!!!

 

7 Etappen, 7 Siege und somit natürlich auch die Gesamtwertung gewonnen!!! Dies war nun uns 3tes gemeinsames Etappenrennen und wir konnten zum 3ten Mal gewinnen, nicht schlecht!!

Danke Jennie für eine weitere Woche mit mir, ich weiss, du musstes mehr leiden als ich, denn du bist dir diese langen Anstiege nicht gewohnt, hast dich aber über all diese Berge gekämpft, bravo!! Dies war sicher eine gute Vorbereitung auf das nächste gemeinsame Rennen!!

Denn als solches musste man dieses Rennen definitiv anschauen, denn für diese 7 Tage Rennen fahren,bekamen wir nicht einen Cent Preisgeld!! Das war schon etwas enttäuschend!!! Also 7 Tage arbeiten ohne LOHN!! Ich denke da muss sich die Organisation der Bike Transalp etwas einfallen lassen, wollen sie weiterhin „Profis“ am Start haben! Den Gutschein für zwei Übernachtungen in einem Hotel in Riva und das auch nur in der Nebensaison, ist zwar schön und gut, aber damit kann ich meine Auslagen für so ein Rennen nicht finanzieren! Da sind z.B. ein Mechaniker und ein Masseur für eine Woche, die auch eine kleine Entschädigung bekommen (denn wirklich entlöhnen können wir sie nicht!). Dann das Hotel, den Camping, Benzin, Essen….. all das kostet und wenn dann am Ende nichts reinkommt, geht die Rechnung nicht auf 😜😡

Am Abend gab es dann zum ersten Mal keine Pasta!! Es gab Pommes mit Poulet, aber kein Dessert… doch das war soweit kein Problem, denn es hat hier unten ja genug Gelaterias um ein Glace essen zu gehen!

Danke möchte ich all unseren Betreuern, die uns so tatkräftig unterstützt haben und natürlich auch Meerendal – CBC die uns mit einem finanziellen Zustupf unterstützten!!

Natürlich auch allen Sponsoren, die mich auch in dieser Saison, mit Material unterstützen!!