WC Lenzerheide

WC Lenzerheide

Nach Jugenddfest und div. Apéros zum Ende des Schuljahres konnte ich am Donnerstag mein Abenteuer „WC Lenzerheide“ starten. Warum Abenteuer?! 😳

Da ich ja eigentlich keine WC’s mehr fahren wollte, stand auch der WC in der Lenzerheide nicht auf meinem Plan, und so plante Erich an diesem Wochenende einen Ausflug mit Kollegen nach Saalbach zum Biken. Ich hatte also keinen Betreuer und auch keinen Chauffeur, der mir den Wohnwagen in die Lenzerheide fuhr! 😬 Was aber ein fast noch grösseres Problem darstellte, war, dass Erich unser Auto bauchte und der VW Bus keine Anhängerkupplung für den Wohnwagen hat! 🤔 Nach langem Hin und Her was ich nun machen sollte, entschied ich mich, den WC zu fahren und zu Campieren! Zum Glück konnte ich  das Auto meiner Eltern ausleihen. DANKE!

So startete ich also am Donnerstag in Küttigen, zum ersten Mal alleine mit dem Wohnwagen,  und das erst noch mit einem „fremden“ Auto 😜🚙💨 Am Anfang war ich schon noch etwas unsicher, doch Kilometer für Kilometer ging es  besser 😋 und so erreichte ich schliesslich ohne Panne den Camping St. Casein in Lantsch! 😅 Dort half man mir dann den Wohnwagen auf meinen Platz zu stellen und ich konnte mich einrichten!!

Nachher ging ich auf die Strecke, wurde zwar das eine oder andere Mal angehalten, weil ich keine Startnummer am Bike hatte, doch ich hatte gar nicht die Möglichkeit, diese zu holen, da ich zum Zeitpunkt der Startnummerausgabe noch zu Hause war!

Die Strecke hatte sich etwas geändert, doch ich konnte schlussendlich alles fahren (A – Linie) und fühlte mich wohl auf der Strecke, sodass ich guten Mutes für das Rennen war.

Weil es so gut lief, konnte ich am Freitag wirklich einen Ruhetag einlegen und genoss den Tag mit Faulenzen!! Das hat richtig gut getan! 😋

Am Samstag ging ich dann mit Janis auf die Strecke, da er die ganze Woche auf der Strecke trainiert hatte, konnte er mir noch die eine oder andere Linie zeigen. Doch da es über Nacht geregnet hatte, zeigte sich die Strecke an diesem Tag ganz anders, es war rutschig und die Wurzeln unberechenbar 😬😝, nicht wirklich meine Stärke! Doch eigentlich war es gut, dass wir es noch so üben konnten, denn der Wetterbericht für Sonntag war nicht wirklich „nur trocken“ …. schliesslich konnte auch am Samstag wieder überall die „A-Linie“ fahren und zufrieden kehrte ich zum Camping zurück!

Und wirklich am Samstagabend gewitterte es so richtig ⛈🌩⚡️⛈🌩 und auch am Sonntag sollte er bereits am frühen Nachmittag die ersten Gewitter geben! 😝

Da Erich wie gesagt nicht mitgekommen war, wurde ich von Wilfried (Githas Papa) verpflegt und einfahren durfte ich beim Scottteam sozusagen in der Polposition 😉 Ja und dann endlich um 12.15 Uhr war der Start zum Rennen! 🚲💨

Dann ging’s los und die Strasse, die eigentlich ziemlich breit aussah schien auf einmal ziemlich schmal zu sein 😜 und es war ein richtiges Gedränge, sodass mir gleich zu Beginn eine andere Fahrerinn ins Bike fuhr und mich etwas aus dem Gleichgewicht brachte. Kurz darauf stürzte doch tatsächlich eine Fahrerin im Aufstieg auf dem Teer und wo 😳?! gerade vor mir!! Naja, jedenfalls war ich plötzlich ziemlich weit hinten, überholen war richtig schwierig und so musste ich mich ziemlich weit hinten einreihen runter in den ersten Trail.😜 Bei der Wurzelpassage war das Chaos dann perfekt und wir mussten laufen!! 😢 Wieder auf dem Bike ging es dann in Einerreihe weiter über der den Sprung, über die Näff-Kante den Dualslalom runter durch den Wald rauf und dann Richtung Zielgelände, wo wir dieses Jahr noch eine Zusatzschlaufe machen musste. Als ich schliesslich das erste Mal durchs Ziel fuhr, war ich auf Rang 51 😝 na super!!

Bereits in der nächsten Runde war dann aber mehr Platz und ich konnte ganze 10 Ränge gut machen. Die Strecke war wirklich schwierig zu fahren, all die Wurzel waren so was von unberechenbar! Die Strecke verlangte einem alles ab! 😬😋 Ich merkte, dass ich nicht voll powern konnte, die Luft war eben doch etwas „dünner“ 😉 und mit der Anreise am Donnerstag, war ich einfach nicht genug lang in der Höhe um mich richtig anklimatisieren zu können und ein Höhentraining vorher hatte ich ja nicht gemacht! 😉 Auch musste man sich wirklich mega konzentrieren um keine unnötigen Fehler zu machen, denn schnell wurdest du von einer Wurzel einfach „weggespickt“! 😛 Von Rang 41 war es dann bedeutend schwieriger, weitere Plätze gut zu machen. Zudem passierte mir halt doch der eine oder andere Fehler, der mich dann jeweils etwas aus dem Rhythmus brachte 😜

Plötzlich hiess es dann, wir hätten nur noch 3 Runden zu fahren 😳 „aber ich bin doch erst 3 Runden von 7 Runden gefahren?!“ 🤔 das geht doch nicht auf?! (die Kommissäre hatten beschlossen, eine Runde zu kürzen, wegen des Wetters!) Ich glaube auch gerade in dieser Runde war es, ich hatte mal wieder eine Fahrerin überholen können, als mir das Vorderrad wegrutschte und ich mein Knie dermassen anschlug, dass es richtig weh tat 🙄 worauf ich einen Moment brauchte um mich wieder zu sammeln!

Zudem war es aus so, dass ich auf der Position, die ich inne hatte, nicht wirklich bereit war, „alles“ zu riskieren, denn ich möchte ja in einer Woche die Transalp fahren! So fuhr ich zwar über die Sprünge, doch über den Stein nahm ich dann die „Chickenline“ 🐥🙈 Doch oft war ich dort nicht wirklich langsamer…. musste ich dafür nicht abstehen!

Als ich das zweit letzte Mal durch das Ziel fuhr, animierte der Speaker die Zuschauer gerade das „Bejubeln“ der Spitzenfahrerinnen bei der Zieleinfahrt zu üben 🙃🙂, sodass ich zu einem richtigen Applaus kam, ich wusste zwar, dass der nicht wirklich für mich war, doch ich stellte mir einfach vor, er wäre für mich, war ein cooles Gefühl 😂 So sammelte ich nochmals alle Kräfte um die letzte Runde möglichst schnell zu fahren und tatsächlich konnte ich in der letzten Runde nochmals zwei Plätze gut machen!

Das Rennen war sicher nicht mein Bestes, doch ich habe gekämpft und es hat Spass gemacht, trotz der vielen rutschigen Wurzeln, die mir hin und wieder ein Bein stellten!  😝 Das Publikum war super und es motivierte mich mega, wenn ich meinen Namen hörte!! DANKE!! Dies war dann wohl mein letzter XCO Weltcup gewesen, den ich mitgefahren bin! 😅 In Zukunft stehen nun wirklich Etappenrennen und Marathons an erster Stelle 😍

So kam ich schliesslich als 36ste, direkt hinter Leumann und Gantenbein, ins Ziel!! So schlecht war das gar nicht!! Wenn man bedenkt, dass ich nach der Startrunde auf Rang 51 war! 😜 Klar habe ich mir einen besseren Rang vorgestellt, doch wusste ich natürlich auch, dass die nasse und rutschige Strecke mir nicht entgegenkommen würde, so gesehen bin ich ganz zufrieden!

Jetzt freue ich mich auf die nächsten Rennen, allen voran auf die Transalp die ich nächsten Sonntag gestartet wird!

DANKE:

@ Wilfried für die Betreuung und den Support vor und nach dem Rennen, das war schon Service, dass du meine Sachen auf dem Campingplatz abgeholt und zurückgebracht hast! 👍

@Frischi, dass ich bei euch einfahren durfte! 👍

@allen FANS an der Strecke für’s HOPP rufen!! Es war super cool!! 👏👏👏👏

@Janis, dass du mit mir auf die Strecke gekommen bist am Samstag! 🙂

@an die beiden lieben Campingnachbarn, die mir beim Wohnwagen anhängen geholfen haben!! 🙂