7. Etappe Villiersdorp – Franschhoek

7. Etappe Villiersdorp – Franschhoek

Letzte Etappe…. ich hatte noch 3 Minuten und 20 Sekunden Vorsprung, den wollte ich natürlich verteidigen…. doch nach gestern war ich mir nicht so sicher, ob mir das gelingen würde! Es waren noch einmal 70km mit zwei Bergen, den Grönlandberg und den Franschhoekpass. Da konnte so einiges passieren.

Die neutralisierte Zone war heute ziemlich lange…. zudem hatte ich mich entschieden, das Frühstück heute im Zelt zu nehmen, und zwar etwas früher, als das offizielle Frühstück.

So gewappnet stellte ich mich schliesslich ein letztes Mal an die Startlinie. Als es dann los ging, konnte ich gut mithalten und hinauf zum Grönlandberg, wo übrigens nochmals eine „Queen of the Mountain“ gekürt wurde, konnte ich Sharon sogar zwischenzeitlich etwas distanzieren. Leider schloss sie dann aber wieder zu mir auf. So nutzte ich die Gelegenheit und fuhr in ihrem Windschatten (denn wir hatten den Wind von vorne) dem Berggipfel entgegen. Dieser Anstieg über die losen Steine, die Sandmulden… zog sich dann doch noch in die Länge. Dann endlich konnte ich ein blinkendes Licht ausmachen, das dann wohl den Bergpreis sein würde. Auf dem Jeeptrack fuhr ich jetzt neben Sharon und konnte so den Sprint um die „Queen of the Mountain“ gewinnen.

Dann ging es weiter auf Jeeptrack runter. Mein Mantra war „nur nicht zu viel riskieren und keinen Defekt oder Sturz haben!“ Irgendwann wurde ich von Gavin und Lionel überholt. Doch Sharon blieb hinter mir.

Auf der Asphaltstrasse angekommen, folgte eine weitere Abfahrt, bevor es dann ziemlich flach dem Wing entgegen ging. Ich setzte mich in Sharons Windschatten. Mein Ziel war es möglichst bei ihr zu bleiben und über diese Fläche von ca. 15km zu kommen bevor es dann in den letzten Aufstieg zum Franschhoekpass ging.

Irgendwann schloss Cath zu uns auf (das bedeutete wohl, dass wir nicht so schnell unterwegs waren). Dann kurze Zeit später holte uns Jasper ein und er übernahm die Führung. Gut für Sharon, denn so musste sie nicht mehr die „Arbeit“ machen.

Von der Asphaltstrasse bogen wir schliesslich auf eine Gravelroad, die dann immer ruppiger und ungemütlicher zum Fahren war. Ich hätte am liebsten gerufen, etwas langsamer bitte. Doch das konnte ich natürlich nicht machen. So biss ich mich am Hinterrad von Cath fest und hoffte den Anschluss nicht zu verlieren. Denn auf diesen ruppigen Pisten, tue ich mich immer etwas schwer…. es koste mich unheimlich Kraft!!

Schliesslich hatte ich aber auch das überstanden und wir kamen wieder auf die Asphaltstrasse und somit in den finalen Aufstieg. 6km sollte er lang sein.

Bei der Feedzone warf ich dann meinen einten Bidon weg und kurz darauf als ich Erich am Strassenrand sah, warf ich ihm mein Werkzeug zu, möglichst viel Balast loswerden….

So fuhren wir zu viert in den Anstieg…. schon bald startete Sharon ihre erste Attacke, ich konnte kontern. Weiter ging’s ich an ihrem Hinterrad, immer bereit für einen Konter. Trotz einiger weiteren Versuche kam sie nicht weg, und wenn auch, 3 Minuten hätte sie nicht mehr rausfahren können.

Fast zuoberst, rief mir Erich zu, dass das Ziel erst etwa 300m nach der Passhöhe sei.

Als Sharon dann zum Schlusssprint ansetzte schaffte ich es bis zur Passhöhe mit ihr gleich zu ziehen und so fuhren wir Kopf an Kopf dem Ziel entgegen. Das Ziel war auf der linken Seite auf einem Ausweichplatz…. ich aber war auf Sharon’s rechter Seite und plötzlich war da auch noch das Motorrad dazwischen, sodass ich keine Chance hatte bis zur Ziellinie zu sprinten. Schade so ging dieser Etappensieg einmal mehr an Sharon!!

Doch ich konnte das Rennen über die ganze Woche gewinnen!!

Es war eine wirklich tolle und erlebnisreiche Woche. Wir haben viele neue Leute und Orte kennengelernt.

Lenore und Wayne und der ganzen Crew ein herzliches Dankeschön!!!