sm marathon in moutier…

Mit dem Ziel das Schweizermeistertricot zu holen, ging ich heute Morgen an den Start des SM Marathon in Moutier. Das Wetter zeigte sich nicht von seiner guten Seite, sodass meine grössten Gegner heute die Kälte, der Regen und der Nebel werden sollten.

Als endlich klar war, in welche Richtung gestartet wurde ging es, im Gegensatzt zu einem XCO Rennen gemächlich los, dass heisst, als der Stärtschuss fiel stiegen langsam alle aufs Bike und los gings, als es aber mal rollte machte die Männer schon Tempo und im ersten Anstieg riss es das Feld auseinander. Es regnete und ich merkte einmal mehr, dass Kälte und Nässe einfach nichts für mich sind, dass ich dann einfach zu viel Energie brauche um meinen Körper auf Betriebstemperatur zu halten. Am schlimmsten ist es nach langen und schnellen Abfahrten, da schien manchmal fast nichts mehr zu gehen, es kostete mich sehr viel Anstrengungen meinen Beinen den Befehl zu geben, sich zu drehen!!

Ich versuchte immer, nie alleine unterwegs zu sein, denn erstens war es einfacher und kräfteschonender (sofern die Männer nicht nur an meinem Hinterrad klebten 🙁 !) und zum Anderen fühlte ich mich im Nebel sicherer wenn ich noch andere Biker sehen oder besser erahnen konnte!

Schliesslich kam ich auf die letzte Schlaufe, ich war inzwischen mehrheitlich alleine unterwegs! Meine Beine waren nicht mehr ganz frisch, was mir aber grössere Sorgen bereitete, war, dass sich meine Arme gefühllos und komisch anfühlten…. So beschloss ich Sponsergels einzuwerfen und zwar gleich richtig, auf die letzten 21km nahm ich gleich deren drei!! Die letzte Schlaufe hatte es eh in sich, da der Nebel immer dichter wurde konnte ich mich kaum noch orientieren und es ermüdete auch nich die Augen, die heute wegen des vielen Drecks auch schon so einiges wegstecken mussten!! Als ich endlich doch noch oben angelangt war, fing der Horror so richtig an, ich war nun wirklich alleine und konnte nichts sehen, schnell fahren, war mit dem Risiko verbunden, falsch zu fahren, so konnte ich die erkämpften Höhenmeter runter gar nicht wirklich geniessen, denn immer musste man auf der Hut sein, keinen Abzweiger zu verpassen, kein Bänderli oder Fähnchen zu übersehen und früh genug ein evt. Geschlossenes Gate zu sehen! Einmal war ich mitten auf einer Wiese im Nebel eingeschlossen, Panik kam auf, wo geht es weiter, wo ist der Weg (den gab es nicht!!) wo der nächste Pfeil?!

Schliesslich kam ich nach 5 Stunden und 19 Minuten schmutzig und durchnässt ins Ziel als Schweizermeisterin!! Zum Glück durfte ich gleich Duschen gehen und musste nicht warten, bis die ersten 3 Fahrerinnen im Ziel!!

Vielen Dank allen fürs betreuen und das Fanen, den hartgesottenen, die trotz des kalten und nassen Wetters den Weg nach Moutier gefunden haben.

Gratulation an das ganze Team Wheeler/ Bixs gab es doch einige ganz gute Resultate: 2. Buchli; 4. Stoll; 5. Stauffer; 10. Gerber; 12. Zurbrügg