Stage 4…. Caledon – Caledon

das Aufstehen fällt jeden Morgen etwas schwerer, der Körper ist müde, es ist noch immer dunkel draussen…. heute ist es ziemlich kühl  und trotzdem werde ich einfach nicht richtig wach…

Heute sollen die ersten 2.5km neutralisiert sein, doch das Rennen startete Vollgas und ich musste vom ersten Kilometer her leiden, es war unglaublich…. dann auf der Crawelroad war es einmal mehr so staubig, dass man nichts sehen konnte, was das Ganze auch nicht einfacher machte. Ich versuchte Sally, die einmal mehr sehr gute Ben hatte nicht aus den Augen zu verlieren und gab alles, ich glaubte sterben zu müssen, aber so schnell stirbt man nicht, das musste ich heute noch einige Male erleben. So war ich dann ziemlich froh, alsers nach ca. 12km endlich in den ersten langen Aufstieg ging.

Der war zwar nicht ohne, musste man doch konzentriert sein, damit man die steinigen Hinternisse überwinden konnte, zudem fuhren wir Rad an Rad… doch zum Glück konnte ich  meinen Rhythmus hier schnell finden, und mich auch etwas erholen je höher wir kamen je steiniger wurde es, doch es  war eigentlich ganz schön, obwohl ich kaum einen Blick nach links oder rechts  werfen konnte…. dann die erste Abfahrt  über Singletrails, es machte richtig Spass, doch Sally drückte aufs Tempo, denn am Fusse der Berges nach der ersten Feedzone nach 30km kam das nächste „Wellblech“ und da war es gut sich einer Gruppe anschliessen zu können…. also hielt ich mich an ihr Hinterrad. Und es  klappte tatsächlich, wir kamen mit einer Gruppe aus der ersten Feedzone, für mich bedeutete das: leiden, leiden, leiden…. nach weiteren 25km kam der zweite lange Aufstieg des heutigen Tages, ich hoffte meine Kraft würde mich irgendwie über diesen Berg Richtung Ziel bringen… doch auch dieser Berg ging erstaunlich gut, ich war richtig froh, dass es berghoch ging…. je höher wir kamen, je mehr errinnert mich die Landschaft an den Mond, Steine, verbrannte Äste…. heute machte es mir nichts aus, dass es immer noch länger berghoch ging…. oben blies der Wind so starkt, dass man höllisch aufpassen musste nicht vom Weg geblasen zu werden. Dann die Abfahrt, die war nicht so schön wie die erste, hatte mehr lose Steine und sandige Kurven, doch auch diese meisterten wir gut und kamen schliesslich zu der zweiten Feedzone. Die Bidons getauscht und weiter gings ind en nächsten eher kurzen Aufstieg, bevor das nächste „Wellblech vor uns lag, der Wind frischte immer mehr auf und wir hatten somit noch einen weiteren Gegner, den wir bezwingen mussten. Wir versuchten wieder in einer Gruppe mitzufahren, was für mich wiederum beissen hiess. Irgendwie kamen wir schliesslich bei der 3.Feedzone an, die war bei 80km und ncohmal Bidons auffüllen für die letzten 25km. Doch jetzt kam das wirklich harte Stück Arbeit auf uns zu und schon bald waren wir alleine unterwegs, denn ich konnte dem Tempo der Gruppe nicht folgen, meine Beine gaben einfach nicht mehr her, sie wollten sich kaum drehen, der Wind kam mal von vorne, dann von der Seite, aber dies in richtigen Böen, aber nie von hinten. So kämpfte ich mich Kilometer für Kilometer Richtung Ziel und …. immer wieder mal ein Richtungswechsel, warum nur nie so, dass wir den Wind im  Rücken hatten? Die Gruppe vor uns war auch auseinander gefallen und so kämpfte sich jedes Team alleine durch die staubige Landschaft, kaum noch konnte man den schöneren ersten Streckenteil decken, so sehr kämpfte jede Gruppe am Limit ums ich irgendwie mit letzten Kräften ins Ziel zu bringen, dann konnte man Caledon sehen, doch wie üblich mussten wir noch einen Umweg fahren, es waren zum Schluss zwar nochmals einige schöne Trails, doch wirklich geniessen war da schwierig, wie auch der Botanische Garten den wir auf den letzten 2km durchquerten, ich jedenfalls hatte da keine Auge mir für dies 🙁 schliesslich kamen wir nach 5:50 Stunden ins Ziel, ich war total erschöpft und hoffe ich kann mich bis morgen erholen, denn auch dann stehen wieder 119km und 2350hm auf dem Programm… Ich glaube dieses Epic ist härter als letztes Jahr…. also dann bis morgen hebets guet aus Caledon eure Esther 🙂