3. Etappe: Ceres to Ceres

Die Etappe heute war ziemlich abgeändert worden und es gab „nur“ 1600 Hm anstatt den 2200 hm auf dem Profil. Sie mussten die Strecke etwas ändern, da sie nicht für den vorgesehenen Streckenteil die Bewilligung bekamen.

Es ging gleich los, wie schon gestern, nur dass ich mich heute gleich an Hinterrad von Paul (der Partner von Jolanda, endlich konnte ich mir den Namen merken J) hängte . Doch das war leider nicht so gut, denn an der gleichen Stelle, wie schon gestern passierte es, Paul stürzte vor mir und ich konnte in dem tiefen Sand nicht mehr ausweichen.  Da ich auch nicht aus dem Pedal kam musste Bärti mich befreien. Doch als ich wieder aus Bike steigen wollte, hatte sich mein Hinterrad gelöst und wir mussten es wieder reinmachen, doch wie das so ist in der Hitze des Gefechts dauerte es natürlich länger, da es nicht gleich rein wollte. Schliesslich hatten wir es dann doch noch geschafft und wir machten uns zusammen mit Nico und Sally auf die Verfolgung von Jolanda und Paul.

Heute war es ein richtig schnelles Rennen und es war einmal mehr wichtig, dass wir eine Gruppe hatten, was uns diesmal nicht schlecht gelang. Dann irgendwann vor der zweiten Feedzone holten uns Frischi, Flo und Nino auf, wir versuchten ihnen zu folgen, doch sie legten einen Zacken zu, sodass wir sie vorerst nochmals ziehen lassen mussten. Doch ich gab alles und schliesslich konnten wir nochmals zu ihnen aufschliessen und dann auch bis zur zweiten Feedzone mit ihnen fahren.

Da holte Bärti für mich die Bidons, sodass ich weiterfahren konnte. Da die anderen ihre Camelbags füllen mussten, konnten wir nachher noch mit ihnen weiter fahren, bis dann ein etwas ruppiger Aufstieg kam, wo wir sie ziehen lassen mussten, doch da waren endlich auch Paul und Jolanda – Nico und Sally hatten wir schon zu einem früheren Zeitpunkt abgehängt. Wir waren also ganz nahe dran, jetzt kam ein Downhill, ich voraus, Bärti hintendrein, auf einmal hörte ich es hinter mir fluchen , Bärtis Kette war gerissen. Das durfte doch nicht wahr sein. Als bremsen umdrehen und flicken…

Als wir das geschafft hatten ging es weiter, leider waren Jolanda und Paul wieder ausser Sichtweite L

 

Wir gaben nachmals alles, wollten uns noch nicht geschlagen geben, doch dann bei Kilometer 90 passierte es, ich hörte wieder ein Fluchen hinter mir, doch diesmal war es weit schlimmer, Bärtis Wechsler war abgebrochen, er dachte schon, so das war’s dann wohl, doch ich sagte, nein wir machen eine Singlespeed daraus, wir müssen irgendwie ins Ziel kommen, das leider noch 30  Kilometer weit weg war, gehen war also ausgeschlossen. Also kürzten wir die Kette, nahmen den Wechsel ab und tauschten dann auch noch die Bikes, da ich nicht die Kraft hatte, Bärti zu ziehen. So fuhr ich die letzten 30 Kilometer mit einem Singlespeed und versuchte so gut ich konnte zu treten, was aber ziemlich anstrengend war, da der Gang ziemlich klein war. Doch wir gaben alles, durch die viele Sandlöcher musste ich viel treten und kamen schliess-lich als dritte mit einer halben Stunde Verspätung im Ziel an.

 

Ja heute war wirklich nicht unser Tag, doch wenigstens sind wir noch im Rennen. Doch eine halbe Stunde aufzuholen bis zum Sonntag wird ziemlich schwierig, werden. Morgen werden wir also sicher nicht im Leaderjersey starten, doch sind wir immer noch auf dem zweiten Zwischenrang, nicht schlecht.