Internationales Mountainbikerennen Bern

Nachdem es gestern noch sehr stark geregnet hatte am Gurten, war das Wetter heute doch wesentlich besser und am Nachmittag als sich die Sonne endgültig durchsetzten konnte wurde es sogar richtig heiss.

Noch am Samstag habe ich mir die Strecke angeschaut, sie war sehr rutschig und nass und die Anstiege waren schwierig zu fahren, doch es würde für alle das gleiche sein, man würde sicher viel laufen müssen.

Sonntagmorgen, 11.30 Uhr der Startschuss ertönte und wir machten uns auf die zwei Startrunden. Ich hatte nicht einen schnellen Start, doch nach den beiden Startrunden, konnte ich mich etwa als siebte in die erste Abfahrt einreihen. Ich fühlte mich wohl und versuchte meinen Rhythmus zu fahren. ich konnte noch zwei Fahrerinnen überholen und fuhr auf Position fünf in der ersten Gruppe. Mein Ziel war möglichst lange in dieser Gruppe mitfahren zu können und dann falls die Kraft reichen würde evt. noch zu attakieren.

Doch dann gegen Ende der zweiten Runde hatte ich eine Sturz, weil mir das Vorderrad wegrutschte und der Lenker verschob sich, ich musste kurz anhalten und den Lenker wieder richten, zum Glück ging es und ich konnte die Verfolgung wieder aufnehmen. Ich konnte dann tatsächlich wieder aufschliessen und war frohen Mutes, doch schon in der nächsten Runde bei der schwierigsten Abfahrt, rutsche ich nochmals mit dem Vorderrad weg und war wieder am Boden. Auch der Lenker war wieder krumm, ich richtete ihn schnell doch bei der Techzone musste ich dann doch schnell anhalten, damit Erich mir den Lenker wieder richtig stellen konnte. Dies kostete natürlich wieder einige Sekunden und ich musste wieder eine Lücke schliessen – dies kostet immer sehr viel Kraft!! Ich wusste nicht mehr wieviele Runden noch zu fahren war und enschied mich bei der nächsten Zieldurchfahrt auf die Rundentafel zu schauen. Nur noch eine Runde, ich musste nochmals alles versuchen um zu der dritten und vierten aufzuschliessen. Das würde schwierig werden, doch ich wollte es trotzdem versuchen. Ich war auf der letzten Abfahrt, jetzt noch der letzte aber steile und relativ lange Aufstieg, ich konnte meine Konkurrentinnen vor mir sehen, ich gab noch mals alles, wurde heftig angefeuert von den Leuten am Streckenrand und wirklich nach dem letzten Drop war ich am Hinterrad von Schneitter, ich wollte nach einer Schiebepassage wieder aufsteigen und ins Pedal treten, da merkte ich, dass meine Kette nach untern gefallen ist. Ich musste also absteigen und die Kette zuerst wieder auf das Kettenblatt legen. Schneitter war natürlich weg, ich hatte keine Chance mehr und kam schliesslich 13 Sekunden nach ihr ins Ziel. Auf den dritten Rang habe ich nur gerade 26 Sekunden verloren. Das war knapp, doch ich denke ich bin ein gutes Rennen gefahren.

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1. Maria Osl 2. Petra Henzi 3. Eva Lechner 4. Nathalie Schneitter 5. Esther Süss