Swisspowercup in Muttenz

Nachdem ich bereits gestern Morgen in Muttenz war, um mir die Strecke anzuschauen, fuhren wir heute morgen schon ziemlich früh nach Muttenz, damit ich nochmals auf die Strecke konnte, um zu sehen, in welchem Zustand sie heute sei.

Dann endlich um 11.30 Uhr war der Start. Zuerst mussten wir zwei Runden auf der Pferderennbahn fahren, was mir gar nicht behagte, solange im Pulk zu sein. Doch auch das ging vorbei und ich kam, obwohl ich in den zwei Runden auf der Bahn etwas zurückgefallen bin, in guter Position auf die erste Runde des Parcours.

 

Start

 

Mein Ziel heute war, nicht alleine fahren zu müssen. So reihte ich mich als fünfte hinter Henzi, Leumann, Saner und Bucher ein. Leider konnten die ersten drei wegziehen und ich konnte nicht folgen, da man auf der Abfahrt im Wald nicht überholen konnte. Unten angekommen, überholte ich Bucher und versuchte die Lücke wieder zu schliessen, doch das war gar nicht so einfach. So musste ich die ganze Gerade dem Fluss entlang alleine fahren, was viel Kraft kostete. Dann war ich auf dem Parcours im Stadion mit vielen Hinternissen und Kurven. Ich wurde angefeuert, motiviert und unterstützt, bis ich schliesslich bis zur vorderen Gruppe aufschliessen konnte. Im Windschatten konnte ich mich dann etwas erholen, doch immer noch ziemlich im roten Bereich ging es schon wieder die wenigen aber sehr anspruchsvollen Höhenmeter im Wald hoch, ich litt schon ziemlich, doch ich biss mich durch und konnte mit Saner und Leumann mithalten. Henzi hatte bereits einen kleinen Vorsprung herausgefahren. Am Ende der dritten Runde bekam ich mit, dass Henzi aus dem Rennen war, was bedeutete, ich war im Spitzentrio mit dabei. Nach hinten hatten wir schon etwas Vorsprung….immer wieder wechselte die Führung mal war Leumann vorne, mal Saner und mal ich, aber keine kam so wirklich los von der Gruppe. In der sechsten Runde konnten Leumann und ich uns etwas absetzen von Saner, doch leider klappte die Zusammenarbeit von uns nicht so gut, trotzdem kamen wir mit Vorsprung in die Abfahrt im Wald, doch dann nach der Brücke passierte es,…. mein Vorderrad rutschte weg und ich fiel….. sofort war ich wieder auf den Beinen, doch bis ich mich wieder gesammelt hatte und da meine Schaltung wohl einen Schlag erwischt hatte, kam ich nicht gleich wieder in Schwung und musste Leumann ziehen lassen. So wurde ich leider auch von Saner ein- und überholt. Doch ich kämpfte trotz Schmerzen weiter und konnte bis ans Ende des technischen Teils im Stadion wieder zu Saner aufschliessen.

 

 

Von da an gab ich mich nicht mehr zufrieden mit dem dritten Platz, sondern ich wollte den zweiten Platz für mich. Zusammen fuhren wir weiter, im Anstieg im Wald versuchte ich nochmals zu attakieren um mich von Saner zu lösen, die ja als Downhillerin im Vorteil war auf der Abfahrt. Also hiess es für mich möglichst schnell runter aber gut dosieren zwischen Angriff und Vorsicht, was mir gelang und jetzt nochmals voll in die Pedalen treten beim letzten Mal  den Fluss entlang wieder zurück ins Stadion. Und wirklich ich schaffte es und kam wenig Sekunden hinter Leumann als zweite ins Ziel. Meine Freude war riesengross und ich war überglücklich. Wer weiss wie es ausgegangen wäre, wenn ich den Sturz nicht gehabt hätte?? Doch darüber verschwende ich keine Gedanken, sondern freue mich über den guten zweiten Platz (Rangliste) und auf die drei WC in Houffalizze, Offenburg und Madrid.

 

 La ola Welle

 

Allen ein herzliches Dankeschön, die mich so gut angefeuert haben, dass ich die Lücken immer wieder schliessen konnte. Für mich seid ihr eine wichtige Motivation, die mich immer wieder zu Höchstleistungen anspornen kann.

Somit wünsche ich allen eine schöne Woche!!!

                                                                                              Eure Esther